Pawi: «Schritt für Schritt zurückgekämpft»

Von Isabella Wiesinger
Moto3
Khairul Idham Pawi hat sich von der Verletzung am kleinen Finger der rechten Hand erholt

Khairul Idham Pawi hat sich von der Verletzung am kleinen Finger der rechten Hand erholt

Nach seinem folgenschweren Crash in Jerez verpasste Khairul Idham Pawi den Großteil der vergangenen Moto2-Saison. 2020 wagt er einen Neustart in der Moto3-WM.

Khairul Idham Pawi zog sich Anfang Mai 2019 eine schwere Verletzung am kleinen Finger der rechten Hand zu. In Brünn versuchte der Petronas-Sprinta-Fahrer zwar ein Comeback, musste dann aber die Segel streichen und sich einer zweiten Operation unterziehen. Damit war seine dritte Moto2-Saison frühzeitig vorbei.

2020 kehrt der 21-Jährige in die kleinste Kategorie der Motorrad-WM zurück, wo er bereits einige gute Eindrücke hinterlassen hat. «KIP» war der erste malaysische Rennfahrer, der ein Moto3-Rennen gewonnen hat – im Nassen beim Argentinien-GP 2016 in Termas de Rio Hondo. Wie gut er im Regen ist, bewies er im selben Jahr erneut: Beim Deutschland-GP fuhr er von Startplatz 20 los und überquerte die Ziellinie mit elf Sekunden Vorsprung als Sieger.

Im Interview gibt KIP ein Update zu seinem Gesundheitszustand und erzählt, wie es ihm beim Gedanken geht, mit Petronas Sprinta in die Moto3-WM zurückzukehren.

Was hast du während der Winterpause gemacht?

Ich habe trainiert, indem ich Motorrad und Fahrrad gefahren bin, ich war auch im Gym für die generelle Fitness. Ich wollte mein Gefühl mit dem Motorrad wieder verbessern, nachdem ich mich lange erholt habe. Ich habe auch ein wenig in Langkawi entspannt. Es war also viel los.

Wie geht es deinem Finger und wie läuft die Genesung?

Ich trainiere mit dem Bike und momentan ist alles gut. Meinem Finger geht es auch gut und er macht beim Fahren keine Probleme.

Wann hast du dich entschieden, in die Moto3-Klasse zurückzukehren?

Ich habe lange darüber nachgedacht, weil ich nur ein Jahr dort gefahren bin, aber dabei gute Resultate erzielt habe. Die Moto2 hat letztes Jahr vielversprechend begonnen, aber dann kamen die Verletzung und die Genesungsphase. Da schien eine Rückkehr in die Moto3 eine gute Option zu sein.

Wie lief dein erster Test im November mit dem neuen Moto3-Bike?

Ich hatte beim Moto3-Test in Jerez ein gutes Gefühl und habe mich Schritt für Schritt zurückgekämpft, nachdem ich lange Zeit nicht auf einem Motorrad gesessen hatte. Ich war lange zu Hause. Natürlich war ich nicht direkt wieder bei 100 Prozent und musste einiges wieder lernen. Das Wetter war Ende letzten Jahres nicht so gut, deshalb freue ich mich, mich im Februar wieder auf das Motorrad setzen zu können.

Hast du mit der Moto3-Maschine ein besseres Gefühl als mit dem Moto2-Bike? Was unterscheidet die Honda von der Kalex?

Natürlich sind die beiden Motorräder komplett unterschiedlich! Die Power, der Speed in den Kurven, die Bremspunkte – es ist alles ganz anders. Das war auch eine Herausforderung bei meiner Genesung und auch bei meiner Rückkehr.

Du hast einen neuen Teamkollegen, John McPhee. Wie ist das für dich?

John hat mir beim Test in Jerez sehr geholfen. Er hat mir Einsicht in die Daten gegeben und hat mir die guten Linien gezeigt. Ich war sehr froh darüber und das zeigt, dass er ein guter Teamplayer ist.

Du warst der erste malaysische Rennfahrer, der je ein Rennen in der WM gewonnen hat. Was erwartest du dir jetzt, wo du wieder in die Moto3-Klasse zurückkehrst?

Ich möchte in dieser Saison mit den Top-5mithalten und natürlich will ich um Podestplätze kämpfen! Ich will mein Gefühl mit dem Bike und mich schnell verbessern. Ich kenne das Team und John wird mir sehr helfen. Ich möchte mich mit guten Resultaten bei ihnen bedanken.

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