Hervé Poncharal: «Miguel Oliveira ist sehr klug»

Von Simon Patterson
MotoGP
Hervé Poncharal lobt seinen Schützling Miguel Oliveira

Hervé Poncharal lobt seinen Schützling Miguel Oliveira

Hervé Poncharal weiss, welches die grössten Stärken von Miguel Oliveira sind. Der Kopf des Red Bull KTM Tech3 Teams lobt den Portugiesen für seine Fähigkeit, auch in hitzigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Im Steiermark-GP nutzte Miguel Oliveira seine Siegchance, als sich diese in der letzten Kurve bot. Die beiden vor ihm fahrenden Streithähne Pol Espargaró und Jack Miller kämpften bis ans Limit, als der Portugiese aus dem Red Bull KTM Tech3 Team die Gelegenheit nutzte und innen am Duo vorbeizog. Damit fuhr er nicht nur seinen ersten MotoGP-Sieg ein, auch für die Tech3-Truppe von Hervé Poncharal war es der erste Sieg seit dem Einstieg in die Königsklasse im Jahr 2001.

Kein Wunder, gerät der Franzose ins Schwärmen, wenn es um die Qualitäten seines Schützlings geht. «Miguel ist sehr klug. Viele Fahrer sind sehr heissblütig, nicht nur in der Art, wie sie fahren, sondern auch im Kopf. Ich glaube, man muss sehr heissblütig sein, wenn man fährt, man muss aggressiv sein, weil man sonst kein Rennfahrer ist – aber man muss auch bis zu einem gewissen Grad cool bleiben. Miguel ist sehr gut darin – für mich hat er eher eine britische als eine mediterrane Einstellung», lobte er.

«Du denkst bei mediterranen Typen immer ans Aufdrehen, aber er hat einen sehr ruhige, humorvolle Art, und er erinnert mich an einen passiven Briten», beschrieb der Chef den 25-Jährigen. «Er behielt einen kühlen Kopf, als es den anderen zu heiss wurde. Ich will nicht sagen, dass es geplant war, denn das wäre anmassend und eine Lüge. Aber er erwartete, dass etwas passieren könnte, und wollte bereit sein, das auszunutzen. Und als es dann geschah, nutzte er die Chance und gewann das Rennen.»


Doch die ruhige Art von Oliveira wirkt sich nicht nur positiv aus, wie Poncharal weiss: «Wenn man ein cooler Typ ist, wenn man nicht zu viel protestiert, wenn man nachdenkt, bevor man redet, wird man von vielen Leuten unterschätzt. Sie lieben es, den Wahnsinn, die Wut zu sehen. Die Leute denken, dass man so sein muss, um ein MotoGP-Champion zu sein. Marc (Márquez, Anm.) ist so, aber vielleicht ist er jetzt nicht dabei, weil er keinen kühlen Kopf behalten hat.»

WM-Stand nach 5 von 14 Rennen:

1. Quartararo, 70 Punkte. 2. Dovizioso 67. 3. Miller 56. 4. Binder 49. 5. Viñales 48. 6. Nakagami 46. 7. Rossi 45. 8. Mir 44. 9. Oliveira 43. 10. Pol Espargaró 35. 11. Morbidelli 32. 12. Zarco 30. 13. Rins 29. 14. Petrucci 25. 15. Alex Márquez 15. 16. Aleix Espargaró 15. 17. Lecuona 13. 18. Bagnaia 9. 19. Smith 8. 20. Rabat 7. 21. Crutchlow 7. 22. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 5 von 14 Rennen:

1. Yamaha 88. 2. Ducati 87. 3. KTM 82. 4. Suzuki 57. 5. Honda 46. 6. Aprilia 20.

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