Pol Espargaró: «Charakter hat sich nicht verändert»

Von Otto Zuber
MotoGP
Pol Espargaró

Pol Espargaró

Nach vier Jahren beendet Pol Espargaró das KTM-Kapitel in seiner Karriere und wechselt ins Repsol-Honda-Werksteam. Zum Abschied blickt er noch einmal auf die Anfänge der Zusammenarbeit mit den Österreichern zurück.

Im nächsten Jahr wird Pol Espargaró nicht mehr für das Red Bull KTM Factory Racing Team um WM-Punkte kämpfen. Der 29-Jährige aus Granollers tritt stattdessen mit dem Repsol Honda-Werksteam in der «premier class» an. Zum Abschied von den Österreichern blickt der WM-Fünfte auf die Anfänge seiner Karriere zurück. Er erinnert sich: «Vor dem Wechsel zu KTM war ich für einen anderen Hersteller unterwegs und ich hatte nicht das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein und etwas Wichtiges erreichen zu können.»

«Ich wurde wie ein Rookie behandelt und nach den drei Jahren hatte ich nicht das Gefühl, wirklich viel gelernt zu haben», erklärt der Spanier, der drei Jahre für das Tech3-Team auf einer Kunden-Yamaha unterwegs war und einmal WM-Sechster wurde. «Als ich vom KTM-Projekt hörte, sah ich das als eine Chance an, Teil eines historischen Projekts zu werden. Ich kannte KTM schon lange und hatte mitverfolgt, wie dieser Hersteller in anderen Serien an die Spitze kommen konnte. Ich sagte mir: 'Warum sollten sie das nicht auch in der MotoGP schaffen?'»

Deshalb wies Pol seinen Manager an, bei den Teamverantwortlichen anzuklopfen. «Ich wollte unbedingt Teil des Projekts werden, denn ich hatte das Gefühl, dass wir es gemeinsam bis an die Spitze schaffen können.» Die erste Ausfahrt auf der MotoGP-KTM bleibe unvergesslich, betont Pol. «Das war 2016 im November in Valencia, und ich probierte das ganz offensichtlich neue Bike aus. Viele Dinge haben auf der ersten Runde natürlich noch nicht richtig funktioniert, es war ja auch brandneu, aber ich konnte schon den Charakter des Bikes erkennen, der sich in den vier Jahren nie verändert hat.»

«Ich merkte, dass das Bike dann funktionierte, wenn ich meinen Fahrstil anpasste, und diese Aufgabe stand für mich im Mittelpunkt. Denn vorher fühlte es sich mit dem anderen Hersteller an, als würde der Fahrer keinen echten Einfluss auf die Rundenzeit haben. Auf der KTM war das anders. Je nach dem, wie sehr ich ans Limit ging und wie viel ich riskierte, verbesserten sich auch die Rundenzeiten. Das war mir sehr wichtig», erklärt der jüngere der beiden Espargaró-Brüder lächelnd. «Als ich in die Box zurückkehrte, sah ich alle diese Gesichter der Jungs, die auf mein Urteil warteten. Und ich war sehr glücklich. Denn obwohl es natürlich noch viele Probleme zu lösen gab, weil das Bike und das ganze Projekt noch sehr neu waren, hatte ich den Charakter der Maschine erkannt und hatte eine Riesenfreude.»

Endstand Fahrer-WM nach 14 Rennen:

1. Mir 171 Punkte. 2. Morbidelli 158. 3. Rins 139. 4. Dovizioso 135. 5. Pol Espargaró 135. 6. Viñales 132. 7. Miller 132. 8. Quartararo 127. 9. Oliveira 125. 10. Nakagami 116. 11. Binder 87. 12. Petrucci 78. 13. Zarco 77. 14. Alex Márquez 74. 15. Rossi 66. 16. Bagnaia 47. 17. Aleix Espargaró 42. 18. Crutchlow 32. 19. Bradl 27. 20. Lecuona 27. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Endstand Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 221 Punkte. 2. Yamaha 204. 3. Suzuki 202, 4. KTM 200. 5. Honda 144. 6. Aprilia 51.

Team-WM nach 14 Rennen:

1. Team Suzuki Ecstar 310 Punkte. 2. Petronas Yamaha SRT 248. 3. Red Bull KTM Factory Racing 222. 4. Ducati Team 213. 5. Pramac Racing 163. 6. Monster Energy Yamaha MotoGP 178. 7. Red Bull KTM Tech3, 152. 8 LCR Honda 148. 9. Repsol Honda Team 101. 10. Esponsorama Racing 87. 11. Aprilia Racing Team Gresini 54.

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