Marc Márquez: «Mein Arm fühlt sich wieder normal an»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Repsol-Honda-Star Marc Márquez ist der große Abwesende des Katar-Tests, knapp drei Wochen vor dem MotoGP-Saisonauftakt 2021 vermeldet der achtfache Weltmeister aber Fortschritte.

Bei der Repsol-Honda-Teampräsentation am 22. Februar teilte Marc Márquez mit, dass er nach insgesamt drei Operationen am rechten Oberarm auf die offiziellen Testfahren in Katar verzichten müsse. Einen angepeilten Comeback-Termin nannte er nicht («Mein nächstes Ziel ist der Katar-GP. Wenn es nicht geht, dann das zweite Katar-Rennen. Geht das auch nicht, dann Portimão…»). Stattdessen betonte der 28-jährige Spanier: «Das Wichtige ist, dass es mir Woche für Woche besser geht.»

Am heutigen Montag veröffentlichte Honda nun ein neues Interview mit Marc Márquez, der von seinem intensiven Trainings- und Reha-Alltag sowie erfreulichen Fortschritten berichtet. Entscheidend wird aber der medizinische Check-up in dieser Woche sein.

Marc, wie stellst du dir deine Rückkehr auf das Motorrad auf mentaler Ebene vor?

Ich versuche mir das beste Comeback vorzustellen. Das bedeutet nicht, dass ich zurückkomme und das erste Rennen gewinne. Das heißt, dass ich zurückkomme und das MotoGP-Bike so fahre, wie ich es will, dass ich es genieße und Schritt für Schritt wieder auf das Level komme, auf dem ich war, und dass ich das Motorrad wieder in meinem Stil fahre. Das wird ein Prozess sein und wir werden sehen, ob es ein langsamer oder schneller Prozess ist.

Das Wichtigste ist, dass ich mich jeden Tag besser fühle. Im Gym habe ich jetzt das Gefühl, dass sich der rechte Arm wieder so ähnlich wie der linke anfühlt. Das ist auch wichtig und ich freue mich aufs Motorradfahren.

Wie lautet der aktuelle Stand? Was kannst du mit dem rechten Arm schon wieder tun?

Mein rechter Arm fängt jetzt an, sich wieder wie ein normaler Arm anzufühlen. Vor einem Monat war es schwierig, sich auch nur zu duschen, eine Tür aufzumachen oder mit der rechten Hand zu essen. Als mir der Doktor sagte, dass ich meinen rechten Arm wieder bewegen konnte, war es auch ein mentaler Kampf gegen mich selbst und mein Vertrauen, weil viel Zeit vergangen war. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich dieses Gefühl, aber nur in den ersten zwei Wochen. Danach merkt man Schritt für Schritt, dass es wieder einfacher geht, man kann im Gym arbeiten, man fühlt wieder mehr Kraft im Arm und weniger Schmerzen.

Gibt es einen Fahrplan für das MotoGP-Comeback?

Ich weiß es noch immer nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich bald wieder Motorradfahren kann, aber ich habe in dieser Woche noch eine Kontrolle beim Arzt. Dann werden wir sehen, ob er sagt, es sei okay und die Muskeln sind in einer guten Form. Man weiß in einem Reha-Prozess nie.

Aber trotzdem, wir sind auf einem guten Weg und nehmen es Tag für Tag. Vor zwei Wochen sagte ich noch Woche für Woche, jetzt ist es Tag für Tag.

Zum Fahrplan: Ich werde nicht gleich wieder auf einem MotoGP-Bike starten, vielleicht fange ich mit einem kleineren Motorrad an und trainiere auf einer kleinen Strecke.

Wie sieht ein ganz normaler Tag bei dir gerade aus?

Im ganzen letzten Monat war jeder Tag genau gleich. Ich stehe um 8 Uhr auf und habe eine erste kombinierte Physio- und Gym-Einheit von 9 bis 11 Uhr. Von 11.30 bis 13.30 Uhr steht dann meine Trainings-Session an, das kann Joggen, Radfahren oder sonst etwas sein. Am Nachmittag, von 16 bis 18 Uhr, folgt dann die zweite Physio-Gym-Session. Freizeit von 19 bis 21 Uhr und um 22 Uhr bin ich schon im Bett, weil ich keine Energie mehr übrig habe.

Am Wochenende fand der Katar-Test statt und du warst zu Hause. Wie fühlte sich das an?

Wenn man realisiert, dass man die Pre-Season nicht gut beginnen und die neuen Teile, die Honda im Winter hart erarbeitet hat, nicht testen kann, dann ist das merkwürdig. Ich weiß aber, dass sie mit Stefan Bradl, Pol, meinem Bruder Alex und Nakagami sehr hart arbeiten, um neue Teile auszuprobieren und die Performance des Bikes zu verbessern.

Ich weiß, dass sie auf mich warten und ich werde mein Bestes versuchen, damit ich so schnell wie möglich dabei sein kann. Ich kann nur sagen, dass ich mich jetzt schon darauf freue, das Bike wieder zu fahren.

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