Brad Binder (KTM): Sachsenring als Herausforderung

Von Tim Althof
MotoGP
Brad Binder in der Zielkurve des Sachsenrings am Freitag

Brad Binder in der Zielkurve des Sachsenrings am Freitag

Miguel Oliveira beendete den Freitag beim MotoGP-Wochenende am Sachsenring als Schnellster, für Red Bull KTM-Teamkollege Brad Binder ist die kurze und verwinkelte Strecke hingegen ein Neuanfang.

Brad Binder hat 2021 gehörig zu kämpfen, denn der Südafrikaner hat in dieser MotoGP-Saison noch keinen Podestplatz erreicht, sein bestes Ergebnis ist zweimal Platz 5 (Portimão, Mugello). Am Freitag am Sachsenring verlor er auf seinen KTM-Teamkollegen Miguel Oliveira, der die Bestzeit fuhr, 0,7 Sekunden. Für den Sieger des Brünn-GP im Vorjahr bedeutete das nur Position 15.

«Der Tag war deutlich anstrengender, als wir erwartet hatten», stöhnte Binder im Interview. «Ein MotoGP-Bike auf dem Sachsenring zu bewegen und schneller zu werden ist wirklich nicht einfach. So wie wir das Gas nutzen, um die Kurvengeschwindigkeit aufrecht zu erhalten, möglichst ohne Schlupf, ist es ein großer Unterschied zu anderen Strecken. Insgesamt war es ein lehrreicher Tag für uns und am Ende habe ich mich auch besser gefühlt, aber dennoch haben wir viel Raum für Verbesserungen. Am Morgen hatte ich Probleme mit der Front.»

Bereits in den letzten Rennen zeigte Oliveira das Potenzial der KTM RC16 auf. Nach Updates erreichte der Portugiese in Mugello Rang 2 und in Barcelona den Sieg. Für Binder kein Problem: «Miguel war an diesem Tag sehr beeindruckend unterwegs, besonders auf gebrauchten Reifen in FP2. Er hat natürlich in den letzten Rennen einen großen Schritt gemacht, doch für mich geht es vorrangig darum, die Strecke gut zu fahren», erklärte der 25-Jährige. «In manchen Abschnitten bin ich zu aggressiv unterwegs und in anderen, wo ich deutlich mehr Zeit rausholen könnte, bin ich zu langsam.»

Der KTM-Werksfahrer betonte: «An so einem Tag bin ich sehr glücklich, einen schnellen Teamkollegen zu haben, denn wir können gleich die Daten vergleichen, um zu verstehen, wo ich mich verbessern kann.»

Da im letzten Jahr kein Rennen auf dem Sachsenring stattfand, hat Binder noch seine Moto2-Fahrweise vor Augen. «Ich bin es von der Moto2 gewöhnt gewesen, auf dieser Strecke den Hinterreifen sliden zu lassen, um schnell um die Kurven zu kommen, aber in der MotoGP-Klasse ist das nicht der beste Plan, denn wenn du einmal Schlupf bekommst, kannst du es kaum kontrollieren. Das größte Problem für mich ist Sektor 3, denn ich kämpfe wirklich sehr mit Kurve 8, 9 und 10. In diesem Bereich möchten wir uns am Samstag steigern», stellte er klar.

«Der Sachsenring ist so klein, eine sehr enge Strecke und hier mit beinahe 300 PS anzutreten ist wahrlich nicht einfach und es wird sicherlich Zeit brauchen, um gut klarzukommen», ist sich der Südafrikaner bewusst. «Man ist so lange auf der linken Flanke des Reifens unterwegs, die Temperatur ist dort extrem hoch, dadurch ist das Einlenken in die Kurve extrem schwierig. Es ist nicht einfach, dass alles zu verstehen und es erinnert mich ans letzte Jahr. Als wir so viele neue Strecken zu lernen hatten, war es immer das gleiche Gefühl, doch am zweiten Tag haben wir meistens eine Lösung gefunden.»

MotoGP, Sachsenring, kombinierte Zeiten nach FP2 (18. Juni)

1. Oliveira, KTM, 1:20,690 min
2. Quartararo, Yamaha, + 0,220 sec
3. Viñales, Yamaha, + 0,333
4. Rins, Suzuki, + 0,387
5. Pol Espargaró, Honda, + 0,418
6. Nakagami, Honda, + 0,441
7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,453
8. Zarco, Ducati, + 0,491
9. Miller, Ducati, + 0,502
10. Morbidelli, Yamaha, + 0,538
11. Petrucci, KTM, + 0,592
12. Marc Márquez, Honda, + 0,601
13. Alex Márquez, Honda, + 0,603
14. Martin, Ducati, + 0,708
15. Binder, KTM, + 0,736
16. Mir, Suzuki, + 0,763
17. Lecuona, KTM, + 0,878
18. Marini, Ducati, + 0,905
19. Bastianini, Ducati, + 1,012
20. Savadori, Aprilia, + 1,188
21. Rossi, Yamaha, + 1,278
22. Bagnaia, Ducati, + 1,521

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