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Jorge Martin (Ducati/Sturz): «Angst um mein Leben»

Von Tim Althof
Nach der Pole am Samstag endete der MotoGP-Renntag in Katar für Jorge Martin nicht wunschgemäß. Mit mäßigem Tempo fuhr der Ducati-Pilot im Mittelfeld, bis er von Werksfahrer Pecco Bagnaia aus dem Rennen genommen wurde.

Nur elf Runden komplettierte Pramac Ducati-Fahrer Jorge Martin am Sonntag beim Katar-GP. In Runde 12 attackierte MotoGP-Vizeweltmeister Pecco Bagnaia seinen Markenkollegen in Kurve 1, doch der Italiener konnte dabei einen Sturz nicht vermeiden und riss Martin mit ins Verderben. Der Spanier wurde hart von den rutschenden Motorrädern getroffen und blieb angeschlagen im Kiesbett liegen. Nach einem Moment rappelte er sich wieder auf und Bagnaia entschuldigte sich fair beim Polesetter.

«Ich habe große Schmerzen in meiner rechten Hand, wir werden das am Montag in Barcelona untersuchen. Ich hoffe, dass nichts gebrochen ist und dass ich in Indonesien fahren kann», erklärte Martin nach dem Rennen und betonte anschließend: «Es war das erste Mal, dass ich Angst um mein Leben hatte. Ich bin sehr schnell ins Kiesbett rein und ich war zwischen den Motorrädern. Peccos Bike habe ich gegen die Hand bekommen und dann kamen auch die Schmerzen.»

Bereits zu Beginn des Rennens büßte der Ducati-Fahrer einige Plätze ein und er kam nie in seinem Rhythmus. «Mein Start war ganz gut, ich war in der Nähe der Top-3, aber ich musste dann vom Gas gehen, weil es sehr eng wurde und dadurch haben mich einige Fahrer überholt. Ab dem Moment lief alles schief für mich. Nicht der beste Tag für uns, aber Kopf hoch und weitermachen», macht sich der 24-Jährige selber Mut.

«Ich bin verärgert, weil wir nicht konkurrenzfähig waren», führte er fort. «Ich hatte erwartet, dass wir um den Sieg oder zumindest um das Podium kämpfen können. Leider war der Speed nicht vorhanden und wir hatten einige Probleme. Ich konnte nicht mal die Aprilia oder die Suzuki überholen, das war immer unser stärkster Punkt. Leider haben wir nun keinen überragenden Bereich mehr. Mehr als Platz 7 oder 8 wäre nicht drin gewesen.»

MotoGP-Ergebnis, Doha, 6. März:

1. Enea Bastianini, Ducati, 22 Runden in 42:13,198 min
2. Brad Binder, KTM, + 0,346 sec
3. Pol Espargaró, Honda, + 1,351
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,242
5. Marc Márquez, Honda, + 4,099
6. Joan Mir, Suzuki, + 4,843
7. Alex Rins, Suzuki, + 8,810
8. Johann Zarco, Ducati, + 10,536
9. Fabio Quartararo, Yamaha, + 10,543
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 14,967
11. Franco Morbidelli, Yamaha, + 16,712
12. Maverick Viñales, Aprilia, + 23,216
13. Luca Marini, Ducati, + 27,283
14. Andrea Dovizioso, Yamaha, + 27,374
15. Remy Gardner, KTM, + 41,107
16. Darryn Binder, Yamaha, + 41,119
17. Fabio Di Giannantonio, Ducati, + 41,349
18. Raúl Fernández, KTM, + 42,357
– Jorge Martin, Ducati, 11 Runden zurück
– Francesco Bagnaia, Ducati, 11 Runden zurück
– Miguel Oliveira, KTM, 12 Runden zurück
– Alex Márquez, Honda, 13 Runden zurück
– Marco Bezzecchi, Ducati, 16 Runden zurück
– Jack Miller, Ducati, 16 Runden zurück

WM-Stand nach 1 von 21 Grand Prix:

1. Bastianini 25 Punkte. 2. Brad Binder 20. 3. Pol Espargaró 16. 4. Aleix Espargaró 13. 5. Marc Márquez 11. 6. Mir 10. 7. Rins 9. 8. Zarco 8. 9. Quartararo 7. 10. Nakagami 6. 11. Morbidelli 5. 12. Viñales 4. 13. Marini 3. 14. Dovizioso 2. 15. Gardner 1.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 25 Punkte. 2. KTM 20. 3. Honda 16. 4. Aprilia 13. 5. Suzuki 10. 6. Yamaha 7.

Team-WM:

1. Repsol Honda 27 Punkte. 2. Gresini Racing 25. 3. Red Bull KTM Factory 20. 4. Suzuki Ecstar 19. 5. Aprilia Racing 17. 6. Monster Energy Yamaha 12. 7. Pramac Racing 8. 8. LCR Honda 6. 9. Mooney VR46 Racing 3. 10. WithU Yamaha RNF 2. 11. Tech3 KTM Factory 1.

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