Pol Espargaró (Honda/17.): «Man kann darüber lachen»

Von Sarah Göpfert
Pol Espargaró erlebte beim Catalunya-GP ein desaströses Rennen, bei dem er als Letzter ins Ziel kam. Zu seiner Leistung hatte der Repsol-Honda-Pilot wenig zu sagen, dafür umso mehr zum Fauxpas seines Bruders Aleix.

Pol Espargaró musste sein MotoGP-Heimrennen in Barcelona aus der dritten Startreihe angehen, nachdem er am Samstag im Qualifying nicht über Position 10 hinausgekommen war. Damit war er immerhin noch der beste Honda-Pilot. Takaaki Nakagami (Idemitsu LCR Honda) reihte sich zwei Plätze dahinter ein, während Stefan Bradl und Alex Márquez von weit hinten losfahren mussten.

Espargaró gelang ein sauberer Start in den Catalunya-GP. Nach der ersten Runde hatte sich der 30-jährige Spanier schon auf Platz 5 vorgekämpft. Viele Piloten klagten am Freitag und Samstag über die schlechten Grip-Verhältnisse auf dem «Circuit Barcelona-Catalunya», Espargaró konnte diese Beschwerden damals nicht teilen. Doch im Rennen überraschten auch ihn die Tücken der 4,675 km langen Piste: «Im Gegensatz zu den Trainingssitzungen fehlte uns im Rennen der Grip.»

Das führte dazu, dass der Moto2-Weltmeister von 2013 im Rennverlauf viele Positionen verlor und nach 24 Runden den Zielstrich abgeschlagen als Letzter überquerte. Auf Alex Márquez, der nach einem schweren Sturz im FP4 das Qualifying verpasst hatte und somit als Letzter starten musste, büßte «Polyccio» knapp 16 Sekunden ein.

Für die Espargaró-Brüder war es ein desaströser Heim-GP, denn Bruder Aleix Espargaró (Aprilia) verschenkte nach seinem Fauxpas in der letzten Runden den sicher geglaubten Podestplatz. Pol nahm seinen älteren Bruder in Schutz und erklärte: «Man kann darüber lachen, aber mir sind solche Fehler auch schon unterlaufen. Nur war ich damals im Rennen nicht vorn dabei, weshalb es niemand gesehen hat.»

Espargaró ergänzte: «Es ist schon vielen Fahrern so ergangen, da wir so konzentriert sind, dass wir weder die Boxentafel noch die TV-Anzeigen an der Strecke sehen. Aleix war sicher sehr fokussiert, da er bis dahin ein fantastisches Rennen abgeliefert hat. Er muss sich daran erinnern, dass er im Rennen der zweitschnellste Fahrer war und daher habe ich keine Zweifel daran, dass er stärker zurückkommen wird.»

MotoGP-Ergebnis, Montmeló (5. Juni):

1. Quartararo, Yamaha, 24 Rdn in 40:29,360 min
2. Martin, Ducati, + 6,473 sec
3. Zarco, Ducati, + 8,385
4. Mir, Suzuki, + 11,481
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 14,395
6. Marini, Ducati, + 15,430
7. Viñales, Aprilia, + 15,975
8. Brad Binder, KTM, + 21,436
9. Oliveira, KTM, + 26,800
10. Alex Márquez, Honda, + 30,460
11. Gardner, KTM, + 32,443
12. Darryn Binder, Yamaha, + 32,881
13. Morbidelli, Yamaha, + 33,168
14. Miller, Ducati, + 34,693
15. Fernández, KTM, + 37,844
16. Pirro, Ducati, + 44,533
17. Pol Espargaró, Honda, + 46,199
– Dovizioso, Yamaha, 7 Runden zurück
– Di Giannantonio, Ducati, 16 Runden zurück
– Bastianini, Ducati, 17 Runden zurück
– Bezzecchi, Ducati, 19 Runden zurück
– Bagnaia, Ducati, 23 Runden zurück
– Rins, Suzuki, 1. Runde nicht beendet
– Nakagami, Honda, 1. Runde nicht beendet
– Bradl, Honda, 1. Runde nicht beendet

MotoGP-Fahrer-WM nach 9 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 147 Punkte. 2. Aleix Espargaró 125. 3. Bastianini 94. 4. Zarco 91. 5. Bagnaia 81. 6. Brad Binder 73. 7. Rins 69. 8. Mir 69. 9. Miller 65. 10. Marc Márquez 60. 11. Oliveira 57. 12. Martin 51. 13. Viñales 46. 14. Marini 41. 15. Pol Espargaró 40. 16. Nakagami 38. 17. Bezzecchi 30. 18. Alex Márquez 26. 19. Morbidelli 22. 20. Darryn Binder 10. 21. Di Giannantonio 8. 22. Dovizioso 8. 23. Gardner 8. 24. Raúl Fernández 1.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 201 Punkte. 2. Yamaha 147. 3. Aprilia 126. 4. KTM 101. 5. Suzuki 93. 6. Honda 81.

Team-WM:
1. Aprilia Racing 171 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 169. 3. Ducati Lenovo 146. 4. Prima Pramac Racing 142. 5. Suzuki Ecstar 138. 6. Red Bull KTM Factory 130. 7. Gresini Racing 102. 8. Repsol Honda 100. 9. Mooney VR46 Racing 71. 10. LCR Honda 64. 11. WithU Yamaha RNF 18. 12. Tech3 KTM Factory 9.

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