Luca Marini (Ducati/5.): «Körperlich kaum gefordert»
Im 30-Runden-Rennen auf dem Sachsenring kämpfte sich Luca Marini durch das Feld. Der Italiener beendete das MotoGP-Rennen auf Platz 5 als drittbester Ducati-Fahrer. Zunächst begann er aber verhalten.
Ducati-Fahrer Luca Marini fiel nach dem Start auf dem Sachsenring bis auf Platz 9 zurück. Doch der Halbbruder von Valentino Rossi kämpfte sich im Laufe der Renndistanz durch das MotoGP-Feld. Er beendete den Deutschland-GP auf Rang 5. "Im Warm-up haben wir etwas ausprobiert. Das Motorrad ist dadurch besser geworden. Das Gefühl an der Front haben wir verbessert, dadurch konnte ich den Hinterreifen besser schonen", erklärte Marini nach dem GP am Sachsenring, den am Sonntag mehr als 95.000 Zuschauer auf den Rängen verfolgten.
"Am Samstag hatte ich starke Probleme mit einem unruhigen Fahrverhalten", schilderte er anschließend die Vorgeschichte. "Ich habe den Hinterreifen genutzt, um das Bike zu kontrollieren. Durch die Veränderung am Sonntagmorgen konnte ich schneller in die Kurven fahren, außerdem war das Bike einfacher zu lenken. Durch ein bisschen mehr Gas am Kurvenausgang habe ich im Rennen eine starke Performance geliefert."
"Ich habe mir an diesem Wochenende die Daten aller Ducati-Fahrer angesehen. Alle fahren sehr ähnlich, nur Pecco macht einen Unterschied. Er ist sehr stark, das Gefühl zum Bike ist bei ihm fantastisch. Er fährt deutlich höhere Kurvengeschwindigkeit, weniger Schräglage und bremst gleich, manchmal sogar etwas später. Das ist der Schlüssel, um den Reifen nicht zu überbeanspruchen", betonte Marini mit Blick auf die Rennstrategie.
So setzte er fort: "Viele Fahrer haben nicht daran gedacht, den Hinterreifen zu schonen. Sie sind einfach mit Vollgas aus den Kurven heraus geprescht. Sie hatten dabei viele Rutscher und durchdrehende Räder. Deshalb musste ich zunächst abwarten. Ich wusste, es wird ein Moment kommen, da werden sie Probleme mit dem Hinterreifen bekommen. Dann wollte ich sie überholen. Hätte ich am Anfang mehr Druck gemacht, wären große Probleme auf mich zu gekommen. Das war unsere Strategie vor dem Rennen. Leider konnten wir am Start niemanden überholen."
MotoGP-Ergebnis, Sachsenring (19. Juni):
1. Quartararo, Yamaha, 30 Rdn. in 41:12,816 min
2. Zarco, Ducati, + 4,939 sec
3. Miller, Ducati, + 8,372
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 9,113
5. Marini, Ducati, + 11,679
6. Martin, Ducati, + 13,164
7. Brad Binder, KTM, + 15,405
8. Di Giannantonio, Ducati, + 15,851
9. Oliveira, KTM, + 19,740
10. Bastianini, Ducati, + 21,611
11. Bezzecchi, Ducati, + 23,175
12. Fernandez, KTM, + 26,548
13. Morbidelli, Yamaha, + 29,014
14. Dovizioso, Yamaha, + 30,680
15. Gardner, KTM, + 30,812
16. Bradl, Honda, + 52,040
MotoGP-Fahrer-WM nach 10 von 20 Grand Prix:
1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 138. 3. Zarco 111. 4. Bastianini 100. 5. Brad Binder 82. 6. Bagnaia 81. 7. Miller 81. 8. Rins 69. 9. Mir 69. 10. Oliveira 64. 11. Martin 61. 12. Marc Márquez 60. 13. Marini 52. 14. Vinales 46. 15. Pol Espargaró 40. 16. Nakagami 38. 17. Bezzecchi 35. 18. Alex Márquez 26. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 16. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.
Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 221 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 139. 4. KTM 110. 5. Suzuki 93. 6. Honda 81.
Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha 197 Punkte. 2. Aprilia Racing 184. 3. Prima Pramac Racing 172. 4. Ducati Lenovo Team 162. 5. Red Bull KTM Factory 146. 6. Suzuki Ecstar 138. 7. Gresini Racing 116. 8. Repsol Honda 100. 9. Mooney VR46 Racing 87. 10. LCR Honda 64. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.
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