Quartararo zur Safety Commission: «Gehe nicht hin!»

Von Tim Althof
MotoGP-Weltmeister Fabio Quartararo (Yamaha) kam am Freitag in Valencia auf Platz 8, direkt vor WM-Gegner Pecco Bagnaia. Nach dem Training stellte der Franzose klar, dass er nicht mehr an der Safety Commission teilnimmt.

Fabio Quartararo kann seinen MotoGP-Titel am Sonntag auf dem Circuit Ricardo Tormo nur erfolgreichen verteidigen, wenn er gewinnt und WM-Leader Pecco Bagnaia keinen Punkt ergattert. Im Freitag-Training schaffte der Yamaha-Werkspilot vor Pecco Bagnaia den achten Platz, im FP1 hatte er sich die Bestzeit gesichert, während WM-Leader Bagnaia auf Platz 17 strandete.

Im anschließenden Interview sprach er über den positiven Tag in Spanien. «Es war ein guter Tag, besonders bei der Pace, denn da haben wir gut gearbeitet. Am Morgen und am Nachmittag war die Pace sehr gut. Bei der Zeitenjagd müssen wir noch herausfinden, wo wir verlieren», betonte Quartararo. «Natürlich haben wir schon eine Idee, wo die Zeit verloren geht, aber wir müssen uns auf jeden Fall verbessern. Ich fühle mich deutlich stärker als letztes Jahr.»

«Ich bin mit dem harten Vorderreifen sehr glücklich. Ich weiß nicht, ob viele Fahrer diesen Reifen nutzen, aber in der Zeitenjagd und auch beim Longrun ist er eine große Hilfe», erklärte der WM-Zweite am Freitag. «Mit den Wings haben wir noch Luft nach oben bei der Beschleunigung.»

Wieso schafft es Ducati, mit dem weichen Hinterreifen so viel auf einer Runde herauszuholen? «Ich bin es gewöhnt, eine Runde ist schwierig. Wenn Ducati die weichen Reifen einbaut, haben sie auf einer Runde den Extra-Grip, den wir leider nicht haben. Auch ein deutliches mehr an Leistung», sagte der 23-Jährige.

«Ich habe sehr auf meinen Finger geachtet, aber er schmerzt», stellte er auf Nachfrage nach seinem Gesundheitszustand klar. «Es ist sehr schwierig für mich, das Ride-Height-Device zu bedienen. Immerhin muss ich das vier Mal pro Runde. Außerdem bereitet mir mein Handgelenk Probleme. Vielleicht können wir am Bike noch etwas ändern bis Samstag.»

Ist Quartararo nicht nervös? Bagnaia merkte man die Anspannung im Training an, denn er machte einige Fehler. «Warum sollte ich nervös sein? Ich habe meinem Team, meinen Fans und meinen Freunden bereits gesagt, dass ich im Rennen ‚all-in‘ gehen werde», betonte der Yamaha-Star. «Egal, was passiert, wir werden Sonntagabend Spaß haben. Aber natürlich werde ich nicht nach Hause fahren, ohne es versucht zu haben.»

Wie erklärt sich der Franzose die vielen Stürze der Konkurrenten im FP2? «Jeder pusht bis zum Limit, dann ist es normal, dass man einige Stürze sieht. Natürlich ist Valencia eine recht schwierige Strecke», so Quartararo. «Aus Kurve 11 heraus drückte der Wind vor das Vorderrad, das war nicht sehr angenehm und du kannst schnell einen Fehler machen. Aber selbst als der Wind sehr stark war, war es nicht so schlimm.»

Was sagt Quartararo zum neuen Safety-Officer Bartolomé Alfonso? Er ist der Neffe von Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta und er ersetzt Franco Uncini im kommenden Jahr. «Dazu kann ich nichts sagen», lautete die knappe Antwort. Außerdem betonte der Franzose, dass er nicht mehr zu den Meetings der Safety Commission geht, die bei jedem GP freitags stattfinden. Er ist der Meinung, dass den Fahrern sowieso nicht zugehört werden würde. «Nach dem Spielberg-Unfall 2020 mit Morbidelli und Zarco haben wir klar gesagt, dass wir dort nicht mehr fahren möchten. Ein Jahr später fanden erneut zwei Rennen unter diesen Bedingungen statt. Ich habe nichts gegen diese Leute, aber ich gehe nicht mehr hin, es macht keinen Sinn.»

Auf die Frage, ob die Safety Commission Zeitverschwendung sei, antwortete der Yamaha-Werksfahrer nicht mehr.

MotoGP, Valencia, kombinierte Zeiten nach FP2 (4.11.):

1. Marini, Ducati, 1:30,217 min
2. Martin, Ducati, + 0,105 sec
3. Miller, Ducati, + 0,128
4. Marc Márquez, Honda, + 0,173
5. Bastianini, Ducati, + 0,177
6. Oliveira, KTM, + 0,205
7. Zarco, Ducati, + 0,207
8. Quartararo, Yamaha, + 0,225
9. Bagnaia, Ducati, + 0,230
10. Brad Binder, KTM, + 0,302
11. Rins, Suzuki, + 0,490
12. Viñales, Aprilia, + 0,597
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,673
14. Mir, Suzuki, + 0,787
15. Bezzecchi, Ducati, + 0,797
16. Morbidelli, Yamaha, + 0,799
17. Alex Márquez, Honda, + 0,931
18. Pol Espargaró, Honda, + 1,032
19. Crutchlow, Yamaha, + 1,128
20. Raúl Fernández, KTM, + 1,381
21. Remy Gardner, KTM, + 1,578
22. Nakagami, Honda, + 1,455
23. Di Giannantonio, Ducati, + 1,545
24. Darryn Binder, Yamaha, + 2,203

MotoGP-Ergebnis FP1, Valencia (4.11.):

1. Quartararo, Yamaha, 1:31,399 min
2. Marc Márquez, Honda, + 0,035 sec
3. Brad Binder, KTM, + 0,071
4. Miller, Ducati, + 0,143
5. Rins, Suzuki, + 0,165
6. Zarco, Ducati, + 0,285
7. Martin, Ducati, + 0,363
8. Oliveira, KTM, + 0,376
9. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,383
10. Mir, Suzuki, + 0,410
11. Marini, Ducati, + 0,457
12. Raúl Fernández, KTM, + 0,482
13. Morbidelli, Yamaha, + 0,516
14. Bastianini, Ducati, + 0,518
16. Remy Gardner, KTM, + 0,578
16. Viñales, Aprilia, + 0,594
17. Bagnaia, Duacti, + 0,600
18. Alex Márquez, Honda, + 0,669
19. Pol Espargaró, Honda, + 0,717
20. Bezzecchi, Ducati, + 0,760
21. Crutchlow, Yamaha, + 0,875
22. Di Giannantonio, Ducati, + 1,205
23. Nakagami, Honda, + 1,583
24. Darryn Binder, Yamaha, + 2,570


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