Tom Sykes (2.) schiebt dem starken Wind die Schuld zu

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
So sah es lange aus: Tom Sykes vor Jonathan Rea und Marco Melandri

So sah es lange aus: Tom Sykes vor Jonathan Rea und Marco Melandri

19 Runden lang führte Tom Sykes den ersten Lauf der Superbike-WM in Australien an, dann vereitelte Ducati-Star Marco Melandri seine Siegträume. «Ich hatte ihm nichts entgegenzusetzen», gab der Kawasaki-Star zu.

Das war der alte Tom Sykes, der in der Weltmeisterschaft 2012 nur um einen halben Punkt Max Biaggi (Aprilia) unterlag und der im Jahr darauf Champion wurde. Mit seiner 43. Pole-Position zog er in der Bestenliste mit dem Führenden Troy Corser gleich, wir können davon ausgehen, dass Sykes diesen Rekord bald alleine innehat.

Der Engländer bog als Führender in die erste Kurve ein, knallte eine schnelle Runde nach der anderen hin und baute seinen Vorsprung auf die Verfolger Jonathan Rea (Kawasaki) und Marco Melandri (Ducati) kontinuierlich aus.

Nach 19 von 22 Runden war die Herrlichkeit vorbei: Melandri überholte Sykes und konnte sofort einige Meter zwischen sich legen. Im Ziel lag der Italiener 1,180 sec vorne, Sykes wurde mit gut acht Sekunden Vorsprung auf Chaz Davies (Ducati) Zweiter.

«Ich habe vom Start bis ins Ziel gegrinst», berichtete der bestens gelaunte Sykes. «Ich bin zufrieden mit meinem Rennen, wir haben im Test und den Trainings unsere Hausaufgaben erledigt. Mit dem starken Wind heute konnte ich einige der Kurven nicht so zu Ende ziehen, dass es den Hinterreifen perfekt schont. Fünf Runden vor Schluss ließ die Traktion am Hinterrad nach, kurz danach verlor ich auch vorne an Grip. Besonders in den schnellen Linkskurven tat ich mir schwer. Lange Zeit kontrollierte ich das Rennen, für den zweiten Lauf bin ich entsprechend zuversichtlich. Dann klappt es hoffentlich mit einem Sieg.»

«Als Melandri zu mir aufschloss, hatte ich ihm nichts entgegenzusetzen», gab Sykes gegenüber SPEEDWEEK.com zu. «Er überholte mich in Kurve 1 hinein, in Kurve 2 war ich noch hinter ihm, dann hat mich der Wind aber bis auf die schmutzige Seite der Kurve hinausgetragen. In ein paar Kurven war ich schneller als er, sein Reifen bot in den Linkskurven aber noch deutlich mehr Grip. Mit weniger Wind wäre ich gegen Rennende deutlich stärker gewesen.»

Bist du nach dem Test und den Trainings davon ausgegangen, dass Yamaha, Aprilia und Honda im Rennen keine Rolle spielen? «Schwer zu sagen», grübelte Sykes. «Wenn du dir die Performance in den freien Trainings genau anschaust, dann siehst du, dass einige dieser Fahrer über eine Runde stärker sind als über die Renndistanz. Ich habe aber hauptsächlich auf mich geschaut.»

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