Sensation bei Go Eleven? Starkes Ducati-Team möglich

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
2008 feierte das Go-Eleven-Team mit Max Biaggi die größten Erfolge

2008 feierte das Go-Eleven-Team mit Max Biaggi die größten Erfolge

Ducatis Sport-Direktor Paolo Ciabatti bestätigte gegenüber SPEEDWEEK.com Verhandlungen mit dem Team Go Eleven. «Die Deadline, um das Material zu bestellen, war vor vier Wochen», gibt der Manager zu bedenken.

Auf der Motorradmesse EICMA in Mailand erzählte Go-Eleven-Teameigentümer Gianni Ramello am 11. November 2018, dass er mit Aprilia kurz vor der Einigung für die Superbike-WM 2019 stehe. Wenige Tage später der Tiefschlag: Aprilia-Rennchef Romano Albesiano hatte von Geschäftsführer Roberto Colaninno die Anweisung erhalten, das Superbike-Projekt zu beenden. Der Hersteller aus Noale hat weder die finanziellen noch die personellen Ressourcen, um in den beiden wichtigsten weltweiten Motorrad-Rennserien werksseitig vertreten zu sein, hielt Albesiano am 16. November gegenüber SPEEDWEEK.com fest.

Nach vier erfolglosen Jahren auf Kawasaki, mit Roman Ramos wurden die Gesamtränge 15, 15, 12 und 16 geholt, strebt Go-Eleven-Boss Gianni Ramello den Markenwechsel an, er will wieder mit einem italienischen Hersteller arbeiten. Nachdem die Verhandlungen mit Aprilia gescheitert sind, bleibt ihm nur noch Ducati.

«Eine Aprilia oder Ducati kann ich meinen Sponsoren besser verkaufen», ist Ramello überzeugt, der 2008 unter dem Namen Sterilgarda Ducati mit Max Biaggi sieben Podestplätze feierte.

Sport-Direktor Paolo Ciabatti bestätigte gegenüber SPEEDWEEK.com, dass Go Eleven Gespräche mit Ducati aufgenommen hat. «Wir evaluieren die Situation, die Anfrage kommt sehr spät für uns», meinte der Italiener. «Alle Teams wussten, dass unsere Deadline der 15. Oktober war, um das Material zu bestellen. Jetzt haben wir einen Monat später und die Weltmeisterschaft beginnt im Februar. Viel wird auch davon abhängen, mit welchen Fahrern sie sprechen. Wir müssen das diese Woche entscheiden.»

Das Go-Eleven-Team wartet jetzt auf das Ducati-Angebot. Sollten sie mit Ramos weitermachen wollen, wird das bei Ciabatti keine Begeisterung hervorrufen. Ganz anders sieht es aus, sollte sich das italienische Team die Dienste des langjährigen Ducati-Piloten Javier Fores sichern. Oder einen Vertrag machen mit einem der arbeitslosen Superbike-WM-Laufsieger Eugene Laverty, Loris Baz oder Jordi Torres. Der schnelle Italiener Lorenzo Savadori ist ebenfalls noch auf dem Markt.

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