Kawasaki-Star Johnny Rea: Weltmeisterliche Perfektion

Von Tim Althof
Jonathan Rea

Jonathan Rea

Kawasaki-Werksfahrer Jonathan Rea drückte der Superbike-WM-Saison 2019 erneut seinen eindrucksvollen Stempel auf. Mit 34 Podestplätzen sicherte er sich in diesem Jahr seinen fünften WM-Titel.

Seit Jonathan Rea auf der Kawasaki ZX-10RR in der Superbike-WM unterwegs ist, konnte ihn niemand besiegen. Der Brite wechselte 2015 von Ten Kate-Honda zum Kawasaki-Werksteam und wurde dort Teamkollege von Tom Sykes, der 2013 Superbike-Weltmeister mit Kawasaki war. Rea startete gleich eine Siegesserie und gewann einen Titel nach dem anderen, seine Gegner waren chancenlos.

2019 sicherte sich Rea seinen fünften WM-Titel in Folge, gemeinsam mit Leon Haslam gewann er die Teamwertung für das Kawasaki Racing Team und zusätzlich mit Toprak Razgatlioglu die Herstellerwertung vor Ducati. Dabei fing die Saison alles andere als optimal an. Der 32-Jährige erhielt mit Alvaro Bautista einen sehr starken Rivalen, der auf der neuen Ducati Panigale V4R seine ganze Erfahrung aus der MotoGP-WM ausspielen konnte.

Bautista gewann die ersten elf Rennen der Superbike-WM-Saison 2019 und Rea hatte es erstmals seit seinem Wechsel zu Kawasaki mit einem Gegner zu tun, der nicht im Handumdrehen besiegt werden konnte. Doch der Nordire bewies seine Stärke und holte in fast jedem Rennen das Maximum aus seiner Kawasaki, um den Rückstand minimal zu halten. Im Mai leistete sich Ducati-Pilot Bautista seinen ersten Patzer. Der Spanier stürzte im zweiten Hauptrennen von Jerez und leitete damit eine Serie ein, die Rea eiskalt ausnutzte.

Der Kawasaki-Pilot siegte in Imola, Misano und Donington Park, während Bautista schwächelte. Rea machte aus einem Rückstand von 61 Punkten bis zum Wochenende in Laguna Seca einen Vorsprung von 24 Punkten. In den Vereinigten Staaten erlebte Alvaro Bautista den Tiefpunkt: Er stürzte in zwei Rennen, das dritte gab er mit Schmerzen frühzeitig auf. Rea hatte somit Mitte Juli, nach dem Wochenende in Laguna Seca, 81 Punkte Vorsprung, auf den zu Saisonbeginn dominierenden Ducati-Star. Der Titel war so nur noch Formsache.

Jonathan Rea holte bei den ausstehenden Wochenenden in Portimão, Magny-Cours und San Juan jeweils mindestens einen Sieg, beim Finale in Katar gewann der Superbike-Star alle drei Rennen. 2019 holte Rea 34 Podestplätze in 37 Rennen, davon gewann er 17. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Bautista betrug am Ende unglaubliche 165 Punkte.

Der Nordire holte bisher 88 Siege in seiner Superbike-WM-Karriere, 29 mehr als der legendäre Carl Fogarty. Auch wenn die Statistik durch das 2019 neu eingeführte Sprintrennen verfälscht wird, hat sich Jonathan Rea zum erfolgreichsten Fahrer der Superbike-WM entwickelt, denn das war er schon nach der Saison 2018.

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