Wie Toprak Razgatlioglu mit der Kawasaki überzeugte

Von Tim Althof
Superbike-WM
2020 auf der Werks-Yamaha: Toprak Razgatlioglu

2020 auf der Werks-Yamaha: Toprak Razgatlioglu

In der abgelaufenen Superbike-WM-Saison überraschte Toprak Razgatlioglu mit der Kawasaki ZX-10RR vom Puccetti-Team kaum jemanden, als er in Magny-Cours als Privatfahrer seine ersten Siege holte.

2018 stieg Toprak Razgatlioglu mit Kawasaki in die Superbike-WM ein. Der Schützling von Kenan Sofuoglu kam im Team von Manuel Puccetti unter und wurde auf Anhieb bester Rookie in der Top-Klasse, zwei Podestplatzierungen inklusive. Für die Saison 2019 blieb Team und Motorrad unverändert und der Türke griff erneut mit dem italienischen Team an.

Zu Beginn der Saison benötigte der zu diesem Zeitpunkt 22-Jährige etwas Zeit, um zur Spitze aufzuschließen. Während Bautista und Rea vorne kämpften, musste sich Razgatlioglu mit Platzierungen jenseits der Top-6 abgeben. Bis zu seinem ersten Podium 2019 vergingen elf Rennen, ein dritter Platz in Imola zeigte aber anschließend, dass mit ihm im Laufe der restlichen Saison zu rechnen ist.

Im Nachhinein war das Rennwochenende in Italien der Durchbruch, fortan hielt sich der Kawasaki-Pilot konstant an der Spitze des Feldes auf und kämpfte regelmäßig um das Podium, meistens mit den beiden Yamaha-Werkspiloten Michael van der Mark und Alex Lowes. Mit Podestplätzen in Misano, Donington Park, Laguna Seca und Portimao brachte er sich in eine gute Position, um in den Kampf um Gesamtrang 3 einzusteigen.

In Magny-Cours erlebte der junge Türke sein bisher erfolgreichstes Wochenende in der Superbike-WM. Im ersten Rennen verfolgte er Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) sehr lange, bis er ihn kurz vor dem Ende des Rennens überrumpelte und seinen ersten Sieg feiern konnte. Beim Sprintrennen am Sonntagmorgen wiederholte er dieses Kunststück und bestätigte, dass er nicht in der Superbike-WM startet nur um dabei zu sein, sondern um zu gewinnen.

In San Juan fuhr Razgatlioglu dreimal auf den dritten Platz und kletterte damit in der Weltmeisterschaft auf den fünften Gesamtrang. Vor dem Saisonfinale in Katar fehlten nur sechs Punkte auf den dritten Platz in der Gesamtwertung, es entwickelte sich ein spannender Dreikampf mit den Yamaha-Werkspiloten. Während Lowes in Katar klar der Stärkste dieses Trios war, machte der Kawasaki-Fahrer kleine Fehler und landete nur im Mittelfeld.

In der Gesamtwertung belegte Razgatlioglu am Ende mit 315 Punkten den fünften Rang. 2019 erreichte er in 37 Rennen 13 Podestplätze, wovon er zwei Rennen gewinnen konnte, außerdem fuhr er dreimal die schnellste Rennrunde. Das Acht-Stunden-Rennen von Suzuka gewann er mit Jonathan Rea und Leon Haslam für Kawasaki, im Rennen wurde er allerdings nicht eingesetzt. Er galt für 2020 als Favorit für den zweiten Platz im Superbike-Werksteam neben Jonathan Rea, entschied sich aber nach dem Suzuka-Wochenende gemeinsam mit Manager Kenan Sofuoglu für das Yamaha-Werksteam zu unterschreiben.

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