Ursache geklärt: Weshalb Alvaro Bautista übel stürzte

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Weil Alvaro Bautista zu Beginn der Superpole heftig abflog, musste er das erste Rennen der Superbike-WM auf Phillip Island von Startplatz 15 aus bestreiten. Von dort zeigte der Honda-Star eine grandiose Aufholjagd.

Alvaro Bautista steckte nur noch mit dem rechten Arm in der Lederkombi, als er sich am Samstagnachmittag mit SPEEDWEEK.com unterhielt. Der rechte Arm ist nach seinem Sturz in der Superpole geprellt, er tut dem Vizeweltmeister offensichtlich weh.

«Ich konnte das Gas in der Kurve nicht ganz schließen, weil ich mit dem Handschuh abrutschte», schilderte Bautista die Ursache seines Abflugs. «Deshalb war ich zu schnell, kam nach außen und sah bereits die Wand auf mich zukommen. Ich hatte die Wahl: In die Wand krachen oder vorher stürzen – ich bevorzugte den Sturz. Es gab kein Problem mit dem Motorrad.»

Dann sahen wir eine starke Aufholjagd des Vizeweltmeisters, die ihn mit der neuen Honda Triple-R bis auf Platz 6 nach vorne brachte. Nach knapp 100 Kilometer Renndistanz fehlten ihm nur 4,4 sec zu Sieger Toprak Razgatlioglu.

«Von diesem Startplatz und mit dem Arm ist das nicht schlecht», schmunzelte Bautista. «Einfach war es nicht. Wenn du keine perfekten Rückmeldungen von deinem Motorrad bekommst, dann ist überholen schwierig. Ich konnte nur überholen, wenn die Situation eindeutig war. Am Besten auf der Geraden. Ab Rennmitte ließ die Kraft im Arm nach, er ist geschwollen. Letztlich fuhr ich die gleiche Pace wie im Training, vor dem Rennen hatten wir noch mal ergonomische Anpassungen am Motorrad vorgenommen. Abgesehen von dem Sturz war es ein positiver Tag. Ich hatte Glück, dass ich mich nicht verletzte.»

Der Spanier hatte die Pace, um aufs Podest zu fahren. Dafür hätte er aber von weiter vorne starten müssen. «Die Piloten an der Spitze fuhren langsamer, um den Hinterreifen zu schonen», erklärte der 16-fache Laufsieger. «Meine Pace war hingegen identisch wie im Training. Wäre ich besser gestartet und hätte ich beim Überholen nicht so viel Zeit verloren, hätte ich vielleicht in der Spitzengruppe mitfahren können. Für den Moment bin ich aber glücklich damit, 4 sec hinter dem Sieger ins Ziel gekommen zu sein.»

Teamkollege Leon Haslam, der beinahe das ganze Rennen in der anfänglich sechsköpfigen Spitzengruppe mit Razgatlioglu, Lowes, Redding, van der Mark und Sykes fuhr, kam lediglich eine halbe Sekunde vor Bautista als Fünfter ins Ziel.

«Wir haben viel zu verbessern», unterstrich Bautista. «An mir, am Motorrad, das ist ein sehr junges Projekt. Wir brauchen mehr Erfahrung, um mehr entwickeln zu können. Momentan kann ich gegen die Jungs an der Spitze noch nicht kämpfen. Wir müssen ruhig bleiben und unser Potenzial stets ausschöpfen. Ich bin immer optimistisch – ich habe Honda hinter mir. Sie haben alle Voraussetzungen, um ein gutes Motorrad zu bauen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Ich muss das Motorrad besser verstehen und Honda muss verstehen, was ich brauche. Einige Dinge wurden bereits auf den Weg gebracht, ich weiß, dass wir konkurrenzfähig werden.»

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