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Michael Rinaldi (Ducati) über Rea, Toprak, Adrenalin

Die Podestplätze räumten beim Superbike-Auftakt in Aragón zwar die diesjährigen Favoriten ab, doch auch Aruba.it Ducati-Werkspilot Michael Rinaldi schindete mit drei vierten Plätzen mächtig Eindruck.

Superbike WM

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An Aragón hat Michael Rinaldi gemischte Erinnerungen.2020 fuhr er auf der spanischen Piste als Ducati-Privatier seinen ersten Superbike-Laufsieg ein, der ihm die Türe ins Aruba.it-Werksteam öffnete. Doch mit dem Werksmotorrad absolvierte er im vergangenen Jahr in Aragón wiederum eines der schlechtesten Rennwochenenden der ganzen Saison.

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Mit drei vierten Plätzen, eingefahren immer vom vierten Startplatz, lief es beim Saisonauftakt der Superbike-WM 2022 in Aragón wieder bedeutend besser. Besonders stark war Rinaldi am Sonntag, als er im Superpole-Race und im zweiten Lauf auf Podiumskurs lag und sich mit Jonathan Rea (Kawasaki) und Toprak Razgatlioglu (Yamaha) erstklassige Positionskämpfe lieferte.

"Auf der positiven Seite habe ich das Rennwochenende in Aragón nicht wieder so vermasselt wie im vergangenen Jahr. So gesehen reise ich zufrieden nach Hause", grinste Rinaldi im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Auf der anderen Seite konnte ich im zweiten Lauf Johnny überholen, lag eine Sekunde hinter Álvaro und konnte die Lücke zu ihm zufahren. Mein Gefühl mit dem Bike war zu diesem Zeitpunkt fantastisch und ich nahm mir vor, erst später einen Angriff zu wagen. Es war dann frustrierend zu realisieren, dass ich zu Beginn mindestens um das Podium kämpfen kann, sich dann aber acht Runden vor dem Ende etwas ändert und es unmöglich macht."

Was war dafür die Ursache?

"Wie bei allen einräumten auch bei mir die Reifen nach. Während die anderen aber am Kurvenausgang Probleme bekamen, waren meine Schwierigkeiten am Kurveneingang. Wenn das Bike anfängt zu rutschen, kriege ich es kaum mehr in die Kurve. Als ich es härter versuchte, wäre mir zweimal beinahe das Vorderrad eingeklappt und ich wäre gestürzt", schilderte der Ducati-Pilot. "Wäre mein Bike konstant bis zur letzten Runde, bin ich überzeugt, dass ich in jedem Rennen mit den Top-3 kämpfen könnte. Trotzdem: Es war das erste Rennwochenende und ich kann mich nicht zu sehr beklagen."

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Im Kampf mit dem Kawasaki-Star ging es extrem eng zu. Rea bremste mehrfach sehr spät in die Kurven hinein und brachte Rinaldi in Bedrängnis. Der Italiener gab dem Rekordweltmeister mit einer Armbewegung ein deutliches Zeichen, was er davon hält.

"Die Kämpfe mit Johnny sind unterhaltsam. Als er mich dort überholte, war das grenzwertig. Wir haben beide den Kurvenscheitelpunkt verpasst und ich wollte ihm zeigen, dass ich nicht stürzen will", erklärte Rinaldi die Situation. "Aber es ist alles fein, auch die Situation mit Toprak in der letzten Kurve, als er mich mit dem Ellbogen berührte und mir dabei den Lenker aus der Hand schlug. Wir fahren Rennen, ich beschwere mich nicht darüber. Ich kämpfe gegen Weltmeister und wenn es am Limit ist, aber gut gemacht ist, ist es okay Im jeweiligen Moment schäumt nur das Adrenalin über."

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