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Jonathan Rea (2.): «Wie auf einem wilden Stier»

Deutlich hinter Yamaha-Star Toprak Razgatlioglu kam Jonathan Rea mit seiner Kawasaki ZX-10R beim ersten Superbike-WM-Lauf in Donington Park ins Ziel. Der sechsfache Weltmeister war mit dem Set-up nicht zufrieden.

Superbike WM

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Im 13. Saisonrennen erkämpfte sich Jonathan Rea aus dem Kawasaki-Werksteam seinen zwölften Podestplatz 2022. In Donington Park landete er am Samstag im ersten Lauf der Superbike-WM auf Platz 2, mehr als sechs Sekunden hinter Sieger Toprak Razgatlioglu (Yamaha). Nach einer wilden Anfangsphase setzte Rea WM-Leader Alvaro Bautista stark unter Druck. Der Ducati-Pilot stürzte daraufhin. Rea verkürzte somit den Rückstand in der Gesamtwertung auf 16 Zähler.

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Zuvor fuhr der Nordire in der Superpole mit 1:26,080 Minuten einen neuen All-Time-Lap-Record auf der vier Kilometer langen Piste. "Die Runde in der Superpole war sehr stark. Ich bin so nah an die 1:25er-Marke herangekommen. Fast hat es geklappt. Ich war natürlich glücklich mit der Pole-Position aber etwas traurig, nicht die 1:25,9 Minuten geschafft zu haben", fasste Rea mit einem lächeln zusammen.

"Die ersten Runden im Rennen waren etwas chaotisch. Ich habe versucht, so schnell wie möglich in eine gute Position auf der Strecke zu kommen. Ich habe mir vertraut, dass ich nach vorne kommen werde", betonte der 35-Jährige im Interview. "Toprak hatte heute nicht den viel besseren Rhythmus. Ich wollte fokussiert an ihm dran bleiben. Leider habe ich dann in der Schikane Probleme bekommen, er hat ein paar starke Runden gefahren und sich dadurch abgesetzt."

Rea weiter: "Als ich gut ins Rennen gefunden hatte, hat Alvaro andauernd reingehalten. So kam Toprak noch weiter weg und ich hatte am Ende zu wenig Grip am Hinterrad übrig. Wir hatten bereits in FP3 ein paar Probleme in dieser Richtung, so sind wir zum Basis-Set-up des Motorrads zurückgekehrt. Für Sonntag werden wir ein paar Dinge verändern und die Strategie anpassen."

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"Ich habe alles aus dem Paket herausgeholt. Als der Hinterreifen nachgelassen hatte, bekam ich Probleme mit der Front. Auch der Grip am Hinterrad hat zu wilden Rutschern geführt. In den schnellen Kurven mit Richtungswechseln war es extrem anspruchsvoll. Manchmal fühlte es sich an wie auf einem wilden Stier", stellte der Kawasaki-Fahrer klar.

Toprak Razgatlioglu hat sein zweites Rennen in diesem Jahr gewonnen. Wie beurteilt Rea die Leistung des aktuellen Weltmeisters? "Ich war von der Pace von Toprak überrascht, aber mich wunderte es nicht, dass er noch etwas gefunden hat, dass ihn nach vorne brachte. Er hat ein sehr starkes Rennen gefahren. Es ist eine gute Referenz für den Sonntag", sagte der WM-Zweite.

Es war der 500. und 501. Podestplatz für Kawasaki in der Superbike-WM. Das sind starke Werte für den Hersteller aus Japan. "Das macht mich stolz. Ich konnte bereits den 100. Sieg für Kawasaki holen. Das sind großartige Zahlen", freute sich Rea.

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