Motorrad-Frauen-WM • Neu
Chloe Jones (22) fiel eine Last von den Schultern: Endlich das erste Podest
Platz 7 ist das beste Resultat, das ein BMW-Pilot bei der Superbike-WM in San Juan/Argentinien zustande brachte. Motorsport Direktor Marc Bongers sagt, die M1000RR wäre «zu sensibel» und «nicht stabil genug».
In den beiden Hauptrennen im Autodromo Villicum sorgte
"Das war ein schwieriges Wochenende", hielt BMW Motorsport Direktor Marc Bongers fest. "Alle haben sehr hart gearbeitet, aber es ist uns noch nicht gelungen, an unsere Podiums-Leistungen in Donington Park, Most und Magny-Cours anzuknüpfen. Die Bedingungen haben von den Temperaturen her stark gewechselt, und im Vergleich zur Konkurrenz können wir uns auf diese Wechsel nicht gut und nicht schnell genug einstellen. Unser Paket ist noch zu sensibel, also nicht stabil genug, um ohne große Veränderungen auf Bedingungen und Streckencharakteristika zu reagieren."
Der Niederländer weiter: "Das Qualifying verlief recht gut. Mit Scott und Loris in der zweiten Startreihe hatten wir eine ordentliche Ausgangsposition für die ersten beiden Rennen. Scott konnte zwar beide Hauptrennen auf P7 und P9 beenden, doch das ist nicht unser Ziel. Loris hatte im zweiten Rennen wirklich Pech: Er war auf dem besten Weg, ein starkes Rennen zu fahren,
Wegen der schwachen Leistungen in Argentinien ist BMW in der Konstrukteurs-WM auf den letzten Platz zurückgefallen. Ducati führt nach 30 von 36 Rennen mit 538 Punkten vor Yamaha (473) und Kawasaki (437). Deutlich abgeschlagen agieren Honda (221) und BMW (218), die sich um Platz 4 unter fünf Herstellern streiten. In San Juan holte der japanische Motorradgigant zehn Punkte mehr als der deutsche Hersteller und liegt jetzt drei Punkte vor ihm.
An Einsatz mangelt es BMW nicht. 2019 brachte die Propellermarke die grundlegend überarbeitete S1000RR, 2021 kam die extra für den Rennsport entwickelte M1000RR.
Mit der M RR soll endlich der Anschluss an die Spitze gelingen und mehr als einzelne Podesteroberungen von Ausnahmekönnern wie Tom Sykes, Michael van der Mark oder Scott Redding möglich werden.
Immer wieder wird BMW vorgeworfen, es würde viel zu lange dauern, um es nach vorne zu schaffen. Doch das ist eher die Regel als die Ausnahme in der Superbike-WM. Yamaha brauchte nach der werksseitigen Rückkehr 2016 sechs Jahre, um mit Toprak Razgatlioglu den Titel zu gewinnen. Und Honda kehrte zeitgleich mit BMW 2019 zurück und ist trotz der geballten Kompetenz und Manpower der Honda Racing Corporation auch nicht weiter.
Einmal war BMW nahe dran, die Weltmeisterschaft zu gewinnen: 2012 mit Marco Melandri. Doch dann verkündete der damalige Leiter BMW Motorrad, Stephan Schaller, mitten im Jahr den werksseitigen Ausstieg zum Saisonende. Daraufhin war das ganze Team zutiefst verunsichert und Melandri stürzte in den letzten sechs Rennen fünfmal. Letztlich wurde der Italiener WM-Dritter hinter Max Biaggi (Aprilia) und Tom Sykes (Kawasaki).
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.