Dreifach-Sieger Razgatlioglu: Seitenhieb gegen Ducati
Zum zweiten Mal in seiner Superbike-Karriere gewann Toprak Razgatlioglu alle drei Rennen an einem Wochenende. Dass ihm Alvaro Bautista auf Lombok den WM-Titel abnahm, konnte er trotzdem nicht verhindern.
Toprak Razgatlioglus Wochenende in Indonesien war perfekt: Pole-Position, Siege in allen drei Rennen und jeweils die schnellste Rennrunde.
Es hat nur einen Schönheitsfehler: Ducati-Star Alvaro Bautista sicherte sich bereits einen Event vor Saisonende
"Ich habe an diesem Wochenende alles gegeben, vor allem im letzten Rennen", erzählte Razgatlioglu. "Ich kämpfe mit Alvaro, sagte aber zu mir, dass ich dieses Rennen gewinnen muss. Als ich an ihm vorbei war, pushte ich was ging. Drei Siege, das ist unglaublich."
"Ich habe die Meisterschaft verloren, ich weiß", schluckte Toprak den Wermutstropfen. "Ich schaute nicht mehr auf die Meisterschaft und habe lediglich probiert zu gewinnen. Ich gratuliere Alvaro, er hatte eine gute Saison. Gratulation auch an Ducati, sie haben ein sehr schnelles Motorrad. Es wurde wieder ein anderer Weltmeister, nächstes Jahr greifen wir erneut an. Dafür müssen wir unser Motorrad verbessern, wir brauchen mehr Motorleistung. Eine Veranstaltung kommt noch, aber die WM ist gelaufen – ich konzentriere mich bereits aufs nächste Jahr."
Einen Seitenhieb gegen Ducati und den leichten Bautista konnte sich Razgatlioglu nicht verkneifen: "Vielleicht kommen für nächstes Jahr neue Regeln, ein Mindestgewicht oder sie bremsen sie im Speed ein, ich weiß es nicht. Jetzt ist die Ducati sehr sehr schnell. So oder so, ich werde wieder kämpfen und mein Bestes versuchen."
"In den ersten Rennen dieses Jahr schaute Johnny Rea nur auf mich", ließ Toprak die Saison Revue passieren. "Er hatte Alvaro nicht im Blick, ich hingegen schon. Er ist schnell, das wissen wir seit 2019. Nach den ersten Rennen, als wir den Rennunfall in Assen hatten, änderte er seine Mentalität. Hinzu kam, dass sich mein Motorrad zu Saisonbeginn nicht anfühlte wie im vergangenen Jahr. Wir konnten es verbessern und ich wieder um den Titel kämpfen. Dann machte ich nach zwei Jahren meinen ersten Fehler und stürzte in Argentinien. Warum bin ich gestürzt? Weil ich nur auf Siege schaue, nicht auf zweite oder dritte Plätze. Entsprechend zufrieden bin ich nach den drei Siegen hier."
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