Supersport-WM • Neu
Trotz Ungarn-Rückschlag: ZX Moto «mehr als optimistisch» für SSP-WM 2026
Danilo Petrucci ist ein Phänomen: Wenn keiner etwas von ihm erwartet, zeigt er die besten Leistungen. Nach seiner schweren Verletzung am 11. April stürmte er im ersten Superbike-Rennen in Most wieder aufs Podium.
Der 33-jährige Danilo Petrucci gehört zu den unerbittlichsten Kämpfern, die man sich vorstellen kann. Am 11. April hatte der Ducati-Pilot bei einem Sturz im Motocross-Training einen komplizierten Kieferbruch erlitten, verlor mehrere Zähne und brach sich rechts das Schulterblatt und Schlüsselbein.
Auf die Rennen in Assen musste er daraufhin verzichten, in Misano wagte er acht Wochen nach seinem Horrorcrash das Comeback und überraschte alle, sich selbst eingeschlossen, mit den Plätzen 9, 9 und 6.
Vier Wochen später wurde Petrucci in Donington Park 7., 9. und 6. Dieses Wochenende gastiert der SBK-Zirkus in Most in Nordböhmen – und Danilo ist zurück auf dem Podium!
Von Startplatz 6 machte er in der ersten Runde zwei Plätze gut und überholte im weiteren Rennverlauf erst Andrea Iannone und dann Nicolo Bulega. Die Zielflagge sah Petrucci 5,74 sec hinter dem
"Bei heißen Rennen leide ich immer besonders", stöhnte Petrucci, dem die Erschöpfung nach den 22 Runden ins Gesicht geschrieben stand. "Ich schwitze sehr stark, das war schon als Kind so. Zu Beginn war ich wegen Nicolo Bulega und Andrea Iannone etwas in Schwierigkeiten, sie waren schneller als ich. Dann wurde Nicolo etwas langsamer, ich konnte vorbeigehen und eine Lücke auffahren. Eine Runde später wurde mir +0,5 sec angezeigt, dann +0,4, dann +0,3. Ich wusste nicht, wer hinter mir ist, ich dachte Nicolo. Sechs Runden vor Schluss überholte mich Andrea, er musste dann aber eine weite Linie fahren. Er war etwas schneller als ich, aber ich war am Kurveneingang sehr gut."
"Vor drei Monaten bin ich bei meinem Motocross-Unfall
"Ich habe bei den Superbikes gewonnen, Toprak ist Superbike+1", grinste der zweifache MotoGP-Sieger. "Das war eine meiner besten Fahrten bei den Superbikes, auch wenn ich mein großes Ziel, einen Sieg, noch immer nicht erreicht habe. Gegen Toprak ist es im Moment unmöglich zu gewinnen, er hat keinerlei Probleme. Abgesehen vom Alter fühle ich mich immer noch gut. Es war schon immer so: Wenn alles glatt läuft, bin ich nicht so gut. Und wenn alle denken, dass ich fast tot bin, wenn ich unter Druck stehe und über keinerlei Stärke verfüge, dann kann ich sehr gute Rennen zeigen. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich mag das auch nicht. Aber ich zeige bessere Leistungen, wenn ich unter Druck stehe. Wobei ich dieses Gefühl hasse."
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.