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Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista (Aruba.it Ducati) hatte den Speed, um das zweite Hauptrennen in Portimao zu gewinnen. Dann ließ er sich «wie ein 18-Jähriger» zu einem überhasteten Manöver hinreißen.
Im ersten Rennen am Samstagabend begeisterte uns Alvaro Bautista in Portugal mit einer famosen Aufholjagd. Der Spanier war nach schlechtem Start und misslungener erster Kurve in der ersten Runde bis auf den 13. Platz zurückgefallen und kämpfte sich in den folgenden 19 Runden in beeindruckender Weise durchs halbe Feld. Im Ziel fehlten ihm lediglich 0,78 sec zu Seriensieger Toprak Razgatlioglu (ROKiT BMW). "Ich habe fast wieder das gleiche Gefühl wie letztes Jahr und hatte die Pace, zu gewinnen", hielt der 39-Jährige fest.
Nach Platz 6 im Superpole-Race zeigte der Weltmeister am Sonntagabend ein sehr starkes zweites Hauptrennen. In den Runden 8 bis 14 kreuzte er als Zweiter hinter Razgatlioglu den Zielstrich, dann ging er sogar kurz in Führung. Eine halbe Runde später rutschte er in der sehr langsamen Kurve 6 aus.
Wer erwartet hatte, anschließend einen
"Wichtig ist, dass ich das Rennen wenigstens für ein paar Meter angeführt habe", erzählte der 61-fache Laufsieger. "Unsere Leistung wurde während des Rennwochenendes immer besser, deshalb bin ich glücklich. Was im Rennen passiert ist, kann passieren. Ich schloss zu Toprak auf und unter anderen Voraussetzungen hätte ich mir wohl gesagt, dass das Rennen noch vier Runden geht, also erst mal durchatmen und dann attackieren. Aber ich habe das Blut gerochen und sofort angegriffen. Schön war, dass ich mich stark fühlte – in der Kurve hatte ich einfach ein bisschen Pech. Toprak fuhr eine etwas weitere Linie und ich wollte nach innen ziehen, dabei rutschte mir das Vorderrad weg."
"Hinterher ist immer leicht reden", sagte Alvaro gegenüber SPEEDWEEK.com. "Ich bin fast 40 Jahre alt, fühle mich aber wie ein 18-Jähriger. Ich habe immer noch den gleichen Biss wie ein Rookie. Einerseits ist das gut, aber manchmal halt auch nicht. Aber so bin ich. Und glücklicherweise empfinde ich so. Ich will gewinnen und lehne mich nicht zurück und gebe mich mit einem zweiten Platz zufrieden – nein. Wenn ich gewinnen kann, versuche ich es zumindest. Ich hatte keine Strategie, nur Vollgas. Ich wollte das Maximum herausholen und hatte nichts zu verlieren."
Razgatlioglu hat jetzt 13 Rennen in Folge gewonnen, 15 insgesamt, die Weltmeisterschaft führt der Türke mit 92 Punkten Vorsprung auf Nicolo Bulega und 142 auf Bautista überlegen an.
In Portimao war Bautista nahe dran, diese Siegesserie zu beenden. "Letztes Jahr habe ich 27 Rennen gewonnen", überlegte Alvaro. "Diesen Rekord habe ich zu verteidigen. Ich hoffe, dass ich auch in Magny-Cours kleine Schritte nach vorne machen kann, um so die Lücke zu reduzieren."
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