Danilo Petrucci (2.): «Roulette – da hilft nur beten»
Barni-Ducati-Privatier Danilo Petrucci geht als Gesamtdritter in die zweite Saisonhälfte der Superbike-WM 2025. Mit Platz 2 am Freitag in Donington Park unterstrich er seine Ambitionen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Mit 0,181 sec Vorsprung platzierte sich Superbike-WM-Leader Nicolo Bulega in der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2 am Freitag an der Spitze. Direkt hinter dem italienischen Überflieger: Landsmann Danilo Petrucci. Der Routinier reiste als WM-Dritter nach England, er liegt sieben Punkte vor Ducati-Markenkollege Alvaro Bautista, der den Freitag lediglich als Elfter beendete.
"Das ist eine der schönsten Strecken der Welt, es ist sehr cool hier zu fahren", grinste Danilo in seiner typisch verschmitzten Art. "Ich hatte ab dem Morgen eine gute Pace. Wichtig ist, dass mir im Qualifying eine gute Runde gelingt, damit ich vorne starte. Weil dann liegen alle eng beisammen, die Rennpace ist von allen an der Spitze sehr ähnlich."
Hat er eine spezielle Strategie fürs Qualifying, um Problemen aus dem Weg zu gehen? "Beten", lachte der dreifache Superbike-Sieger. "Du kannst am Anfang ein bisschen warten. Aber wenn einer in der ersten fliegenden Runde stürzt, triffst du trotzdem auf ihn. Es ist ein Roulette. Wir haben am Freitag ein Klassement, dieses hat für den Samstag aber keinen Nutzen. Es ist schade, dass das ganze Wochenende in diesen 15 Minuten liegt."
Werbung
Werbung
"Ich möchte es aufs Podium schaffen", betonte Petrucci. "Das wird hart, aber es ist möglich. Mir gelang am Freitag eine gute Rundenzeit, ich bin nahe an Bulega dran. Ich will ihm immer so nahe wie möglich sein. Um dann möglicherweise in den Kampf vorne eingreifen zu können und nicht nur Best of the Rest zu sein. Ich erwarte ein Rennen gegen viele Gegner."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Auch Petrucci muss damit klarkommen, dass die Spritdurchflussmenge für Ducati zum dritten Mal in dieser Saison um 0,5 kg/h reduziert wurde, ebenso wie für BMW. Gesamt müssen diese beiden Hersteller inzwischen mit 1,5 Kilogramm pro Stunde weniger klarkommen als ihre Gegner Bimota, Honda, Kawasaki und Yamaha, die 47 kg/h zur Verfügung haben.
Die Limitierung selbst spüre er nicht, gab Danilo zu. "Es fühlt sich aber so an, als wären die anderen Bikes schneller. Wenn du allein fährst, merkst du das nicht. Aber wenn ich hinter einem anderen Motorrad bin, dann ist meine Geschwindigkeit dieselbe. Wir haben auf der Geraden nicht mehr viel Vorteil, nicht mal im Windschatten." Wie ordnet "Petrux" seine Chancen im Kampf um den dritten WM-Rang gegen Bautista ein? "Wir haben beide mit unserem Gewicht zu kämpfen", grinste der 34-Jährige. "Er, weil er so klein ist, und ich, weil ich zu viel habe. Wir sind das genaue Gegenteil. Wenn er Vorteile hat, habe ich Nachteile – und andersherum. Ich kann mich nicht beschweren. Ich habe mein Limit mein ganzes Leben, ich kann mir kein Bein abschneiden, um leichter zu werden. Auf den Geraden ist er als Leichtgewicht schneller, auf der Bremse bin dafür ich stärker. Schwer zu sagen, was besser ist. Perfekt ist wohl ein Fahrer mit normaler Figur."
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.