Balaton Circuit gefährlich? Lecuona bekräftigt Kritik
Honda-Werksfahrer Iker Lecuona ist als Vierter in der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2 am Freitag stark ins Superbike-WM-Wochenende auf dem Balaton Park Circuit gestartet – den er als nicht sicher bezeichnet.
Nach dem Track-Day Ende Juni auf dem neuen Balaton Park Circuit nahe dem Touristenziel Plattensee in Ungarn war aus dem Honda-Lager sowohl von der Teamführung als auch den Fahrern Kritik an der Strecke zu hören. Diese bezog sich auf das Layout, aber auch auf die Sicherheit.
"Und ich bleibe dabei, auch wenn ich am Freitag Vierter war", bekräftigte Iker Lecuona. "Das ist keine Strecke, auf der wir Rennen fahren sollten, diese Strecke ist nicht sicher. Ich stehe zu meiner Meinung, auch wenn ich hier gewinne. Wir sagen immer, dass die Sicherheit an erster Stelle steht, hier ist es für uns aber nicht sehr sicher. Die Strecke macht keinen Spaß zu fahren und ist auch für die Zuschauer nicht die beste. Es gibt viele Schikanen, alles ist on/off. Nichts geht hier flüssig, es gibt keine schönen Kurven, in denen du den Reifen rauchen lassen kannst."
Während andere Strecken im SBK-Kalender lediglich über eine B-Homologation verfügen, hat der Balaton Park sogar eine A-Homologation vom Motorrad-Weltverband FIM – Ende August fährt hier die MotoGP.
Wie kann so eine Strecke nicht sicher sein, fragte SPEEDWEEK.com beim Spanier nach. "Warten wir ab, was die MotoGP-Fahrer erzählen, wenn sie hier sind", meinte Lecuona. "Mehr sage ich dazu nicht."
Von anderen Rennfahrern ist kaum Kritik an der neuen Anlage zu hören.
Zum Sportlichen hatte der Honda-Werksfahrer auch etwas zu berichten. "Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die Strecke für alle neu ist", meinte er zu seinem starken vierten Platz, 0,840 sec hinter dem Schnellsten Sam Lowes (Marc VDS Ducati). "Zu meinen größten Qualitäten gehört, dass ich auf einer Strecke schnell mein Limit finde. Meine Zeiten waren konstant, einige Probleme konnten wir lösen. Einfach war es nicht, alle machten viele Fehler und die Strecke veränderte sich wegen der Temperatur vom ersten aufs zweite Training sehr. In einer Schikane machte ich einen kleinen Fehler und rutschte aus. Die Jungs leisteten gute Arbeit und konnten mein Bike schnell reparieren."
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