Schweigeminute für Luis Salom und Fabrizio Pirovano

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Am 3. Juni 2016 starb Luis Salom im Rahmen des Barcelona-GP, am 12. Juni erlag Fabrizio Pirovano seinem langen Krebsleiden. Am morgigen Freitag gibt es zu ihren Ehren bei der Superbike-WM in Misano eine Schweigeminute.

Am Freitag um 12.45 Uhr werden sich die Mitglieder des Superbike-Fahrerlagers in Misano in der Boxengasse unter dem Siegerpodest versammeln, um den verstorbenen Luis Salom (24) und Fabrizio Pirovano (56) zu Gedenken. Der letzte Respekt für zwei großartige Rennfahrer.

Am Samstag wird es in Misano um 12.25 Uhr außerdem eine Tribut-Runde mit Pirovanos Yamaha FZ 750 geben.

Der auf der Rennstrecke unerschrockene Pirovano begann mit 13 Jahren mit dem Motorsport. Beim ersten Superbike-Rennen aller Zeiten in Donington Park 1988 stand er mit einer Yamaha OW01 in der Startaufstellung und erreichte die Plätze 8 und 4 – im selben Jahr wurde er hinter Fred Merkel Vizeweltmeister. Seine Bilanz nach 183 Superbike-Läufen zwischen 1988 und 1995: Zweimal Vizeweltmeister, zehn Siege und 47 Podestplätze.

«Piro» krönte seine Karriere mit dem Gewinn der Supersport-WM im Jahr 1998 im Suzuki Alstare Corona Team des Belgiers Francis Batta. In dieser Klasse fuhr er von 1997 bis 2001. Nebenbei gewann er auch viermal die Italienische Meisterschaft.

2015 erhielt Fabrizio Pirovano, bereits von der Krankheit gezeichnet, eine Auszeichnung für seine Karriere.

Während Priovano im Alter von 56 Jahren von uns ging, wurde Luis Salom nur 24 Jahre alt. Salom war ein extrem begnadeter Motorradrennfahrer, er war mit außergewöhnlich viel natürlichem Talent gesegnet. Das zeigte sich in jeder Rennserie, er kämpfte überall an der Spitze mit.

Aber irgendwie war es verhext. Wenn es darauf ankam, wenn irgendeine Meisterschaft entschieden wurde, zog Luis den Kürzeren. Den Red Bull Rookies-Cup verlor Salom 2008 im Finish gegen JD Beach; die Spanische Meisterschaft 2007 gegen Efren Vazquez, dann beendete er die Moto3-WM 2012 als Zweiter und 2013 als Dritter.

Vielleicht war die Nummer 39 zu verbissen, manchmal zu hitzköpfig, vielleicht fehlte in den entscheidenden Phasen das Glück. So war es auf jeden Fall am 3. Juni 2016, als Salom im zweiten Moto2-Training auf dem Circuit de Catalunya stürzte und anschließend einem Herzstillstand erlag.

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