SGP2 Thorn: Cierniak Champ, Miskowiak rettet Bronze

Von Manuel Wüst
Mateusz Cierniak hat zwar den dritten Sieg im dritten SGP2-Rennen verpasst, wurde in Thorn aber souverän Speedway-U21-Weltmeister. Mann des Abends war Wiktor Lampart, der im Finale unfassbares Pech hatte.

Für Mateusz Cierniak war die Marschroute vor dem Rennen klar: Ein Platz in den Top-Acht würde die U21-Weltmeisterschaft für den jungen Polen sichern. Cierniak ließ in den ersten Läufen keine Zweifel daran aufkommen, dass er die dafür nötigen Punkte auf schnellstem Weg einfahren will. Mit zwei Siegen und sechs Punkten startete er perfekt ins Rennen, im dritten Durchgang vergab der 19-Jährige die erste Chance, den Sack zuzumachen – Cierniak kam hinter Keynan Rew, Benjamin Basso und Tom Brennan als Letzter ins Ziel. Im darauffolgenden Durchgang holte Cierniak einen zweiten Rang hinter dem grandios fahrenden Wiktor Lampart. Mit einem weiteren zweiten Platz im letzten Durchgang hielt Cierniak bei zehn Vorlaufpunkten und war damit sicher in den Halbfinalläufen – die WM war entschieden!

Nach Abschluss der Vorläufe war Lampart als Einziger ungeschlagen, mit dem Sieg im ersten Halbfinale zog er auch souverän ins Finale ein. Cierniak als Zweiter ebenso, aus dem zweiten Halbfinale kamen Jakub Miskowiak und Mateusz Swidnicki hinzu.

Lampart führte im Finale vom Start weg, was ihm neben dem Tagessieg auch den dritten WM-Rang beschert hätte. Doch dann stürzte Swidnicki beim Angriff auf den zweitplatzierten Miskowiak. Der Lauf wurde abgebrochen und ohne Swidnicki neu gestartet. Diesmal ließ sich Lampart am Start von Titelverteidiger Miskowiak überrumpeln und wurde im Finale Zweiter. Statt dem bis dahin überragenden Lampart gewann Miskowiak das Finale und nebenbei auch noch WM-Bronze.

Celina Liebmann, die als 1. Bahnreserve nominiert war, kam im neunten Lauf zu ihrem einzigen Einsatz, nachdem der Däne Knudsen ins Startband gefahren war. Liebmann lag nach dem Start auf dem dritten Rang und hielt zunächst den Tschechen Petr Chlupac hinter sich. In der dritten Runde kam die Deutsche ausgangs der Zielkurve zu weit nach außen, musste Chlupac ziehen lassen und kam dann in der vierten Runde in der Startkurve zu Fall.

Ergebnisse SGP2 Thorn/PL:

1. Jakub Miskowiak (PL), 10 Vorlaufpunkte/20 WM-Punkte
2. Wiktor Lampart (PL), 15/18
3. Mateusz Cierniak (PL), 10/16
4. Mateusz Swidnicki (PL), 11/14
5. Benjamin Basso (DK), 12/12
6. Jan Kvech (CZ), 10/11
7. Tom Brennan (GB), 10/10
8. Wiktor Przyjemski (PL), 9/9
9. Keynan Rew (AUS), 7/9
10. Krzysztof Lewandowski (PL), 6/7
11. Daniel Klima (CZ), 5/6
12. Kevin Juhl Pedersen (DK), 5/5
13. Petr Chlupac (CZ), 4/4
14. Casper Henriksson (S), 3/3
15. Timi Salonen (FIN), 2/2
16. Jonas Knudsen (DK), 0/1
17. Celina Liebmann (D), 0/0

Halbfinale 1: 1. Wiktor Lampart. 2. Mateusz Cierniak. 3. Jan Kvech. 4. Tom Brennan

Halbfinale 2: 1. Jakub Miskowiak. 2. Mateusz Swidnicki. 3. Benjamin Basso. 4. Wiktor Przyjemski

Finale: 1. Jakub Miskowiak. 2. Wiktor Lampart. 3. Mateusz Cierniak. 4. Mateusz Swidnicki

Endstand SGP2:

1. Mateusz Cierniak (PL), 56 WM-Punkte
2. Jan Kvech (CZ), 39
3. Jakub Miskowiak (PL), 38
4. Wiktor Lampart (PL), 37
5. Benjamin Basso (DK), 37
6. Kevin Juhl Pedersen (DK), 27
7. Petr Chlupac (CZ), 24
8. Mateusz Swidnicki (PL), 22
9. Tom Brennan (GB), 22
10. Francis Gusts (LV), 18
11. Jonas Knudsen (DK), 15
12. Timi Salonen (FIN), 14
13. Gustav Grahn (S), 12
14. Casper Henriksson (S), 11
15. Leon Flint (GB), 10
16. Wiktor Przyjemski (PL), 10
17. Norick Blödorn (D), 9
18. Jason Edwards (GB), 6
19. Drew Kemp (GB), 5
20. Celina Liebmann (D), 3
21. Daniel Klima (CZ), 2

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