James Toseland: «Wollte immer zurück in die Box»

Von Gordon Ritchie
Supersport-WM
James Toseland war lange Zeit in Diensten von BT Sport bei der MotoGP

James Toseland war lange Zeit in Diensten von BT Sport bei der MotoGP

WRP Wepol Racing startet 2020 mit Danny Webb in der Supersport-WM auf Yamaha R6. Als Manager des Teams aus Tschechien fungiert der ehemalige Superbike-Weltmeister und MotoGP-Pilot James Toseland.

Danny Webb kehrt 2020 auf die Rundstrecke zurück und startet für das Team WRP Wepol in der Supersport-WM. Ab 2007 fuhr der Engländer fünf Saisons in der 125-ccm-Weltmeisterschaft, danach noch zwei Jahre Moto3. Die letzten Jahre sorgte er vor allem im Langstreckensport und bei Straßenrennen für Schlagzeilen, 2018 gewann der 28-Jährige die International Road Racing Championship (IRRC). Gemeinsam mit James Toseland als Teammanager erfolgt nun der Angriff in der Supersport-WM.

Während der Wintertests in Portimão erklärte Toseland, Superbike-Weltmeister von 2004 und 2007, wie der Deal mit dem Team zustande kam. «Danny Webb rief mich an und sagte mir, dass er die Möglichkeit hat, 2020 in der Supersport-WM zu fahren und fragte, ob ich mit ihm nach Tschechien kommen könnte um bei den Verhandlungen zu unterstützen. Ich kenne Danny schon sehr lange und deshalb setzten wir uns gemeinsam in den Flieger, und stiegen in die Verhandlungen ein. Der Besitzer des Teams ist ein sehr netter und schlauer Mann und für mich war es die einfachste Verhandlung meines Lebens. Anschließend haben wir bei ein paar Drinks und beim Abendessen über den Aufbau des Teams gesprochen und er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, das Team mit Danny zu managen.»

«Obwohl ich keine Erfahrung als Teammanager mitbrachte, wusste ich, wie so eine Teamstruktur aussehen muss, weil ich viele Jahre mit guten Leuten zusammengearbeitet habe», erklärte der ehemalige MotoGP-Pilot. «Natürlich musste ich die Abläufe der Logistik erlernen und wir benötigten noch jemanden, der sich um die Organisation der Flüge und Hotelzimmer kümmerte, denn das ist ein Vollzeitjob, den man nicht nebenbei erledigen kann. Seitdem ich keine Rennen mehr fahre, hatte ich die Gelegenheiten mit dem Rennsport in Kontakt zu bleiben. Für Triumph konnte ich beim Moto2-Projekt unterstützen, aber ich wurde nie so sehr involviert, wie ich mir das gewünscht hatte.»

«Als Kommentator für BT-Sports in der MotoGP-WM hatte ich einen guten Job, aber ich konnte mich nie komplett damit identifizieren über andere Rennfahrer zu kommentieren und zu urteilen. Ich wollte immer zurück in die Garage kommen, um jemanden dabei zu unterstützen, um den Sieg zu kämpfen. Nachdem ich meine Karriere beendete, verließ ich das Paddock und gleichzeitig den Rennsport. Nach neun oder zehn Jahren verändert sich in meinem Leben wieder etwas und ich beginne einen Neustart. Es ist schön, Danny bei seinem Weg in der Superpsort-WM zu helfen, ich kehre ins Paddock zurück und sehe meine alten Schulkollegen wieder», freute sich Toseland am Sonntag.

«Das Motorrad ist von Yamaha Austria aufgebaut und wir haben drei Ingenieure von YART im Team, die ich sehr gut kenne. Teilweise haben sie schon mit Fabrizio Pirovano und Perfrancesco Chili gearbeitet und Erfahrung bei Pramac-Ducati mit Scott Redding in der MotoGP-WM gesammelt. Unser Elektroniker ist sehr jung, aber er weiß, was er tut», stellte der 39-jährige Brite klar. «Mit der Yamaha R6 haben wir das Bike, welches es zu schlagen gilt und bei den ersten Tests in Andalucia konnte sich Danny bereits an die Rundstrecke zurück gewöhnen. Er kommt ja zuletzt aus der Langstrecke und vom Road Racing, doch ich glaube, dass ich ihm bereits helfen konnte.»

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