Matthias Walkner (KTM): «Es hört sich makaber an»

Von Gino Bosisio
Dakar Moto
Matthias Walkner bei der Dakar 2021

Matthias Walkner bei der Dakar 2021

KTM-Rallye-Star Matthias Walkner sprach bei ServusTV im Hangar-7 in Salzburg über besondere Erlebnisse bei der Dakar-Rallye 2021.

Der österreichische Dakar-Motorradheld Matthias Walkner (Red Bull KTM) war am Montagabend einer der Gäste in der Live-Sendung «Sport & Talk aus dem Hangar-7» in Salzburg. Der Sieger von 2018 beendete die Rallye Dakar 2021 auf P9. Im Hangar 7 sprach dabei über Ängste und seine verriet Ratschläge, die er an Rookie Daniel Sanders gab.

«Ich habe mich selbst oft gefragt, warum ich noch soviel riskiere», erinnert sich Walkner an die Zeit nach seinem großen Zeitverlust (2 h 26 min nach Kupplungsdefekt) auf dem zweiten Teilstück. «Aber ich bin jetzt froh, dass ich gesund daheim bin.»

Zum tödlichen Motorrad-Unfall bei der Dakar 2021 sagt Walkner: «Es hört sich makaber an, wenn man im Schnitt 1,6 Tote bei einer Rallye hat. Aber irgendwie will man das auch. Da ist auch Kitzbühel eine Art Vorzeige-Schema. Kitzbühel hätte nicht den Mythos ohne der Gefahr.»

Walkner relativiert jedoch: «Klar wissen wir alle, was passieren kann. Aber wir bereiten uns akribisch vor. Natürlich kann es jeden treffen. Am neunten Tag sind in diesem Jahr fünf Leute gestürzt. Benavides hat nicht mehr gewusst, wo er ist. An solchen Tagen muss man sagen, man kann nicht mehr gewinne und einfach mit dem Material haushalten. In erster Linie sind wir Einzelkämpfer. Wir fahren ja in der Früh jeder für sich in Drei-Minuten-Abständen weg. Natürlich versucht jeder auch, sein Bestes zu geben.»

Zu seinem furchtlosen neuen Teamkollegen Daniel Sanders sagt der Salzburger: «Daniel Sanders ist ein extrem guter Fahrer, der sehr viel riskiert. Er ist zu Beginn jede Düne hinuntergesprungen. Ich habe ihm dann gesagt, er sollte das nicht so weiter machen. Als ich nach Tag 9 eine Spur gesehen habe, wo ein regelrechter Krater im Sand nach einer Düne war, hab ich Daniel gefragt, ob er es war. Dann hat er schon gejammert über den harten Aufprall.»

Walkner wird demnächst mehr im Schnee zu sehen sein und will mit Kumpel und Ex-Skistar Marcel Hirscher Skitouren absolvieren: «Im Moment wäre mir Marcel mir sicher noch überlegen. Aber ich habe trainiert. Nächste Woche wäre ich vielleicht dann schon bereit.»

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