Ferrari: Sebastian Vettel verbaut Lewis Hamilton Weg

Von Mathias Brunner
Formel 1
Ein Auge hat Lewis Hamilton immer schon riskiert

Ein Auge hat Lewis Hamilton immer schon riskiert

​Immer wieder wurde in Grossbritannien kolportiert: Lewis Hamilton wolle seine Karriere mit Ferrari beenden. Aber dazu wird es nach dem neuen Dreijahresvertrag von Sebastian Vettel kaum kommen.

Am Belgien-GP-Wochenende hat Ferrari bestätigt: Sebastian Vettel wird auch 2018, 2019 und 2020 einen Rennwagen aus Maranello lenken. Damit ist der Weg für seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton verbaut.

Sky-GP-Experte Martin Brundle: «Beim Spiel „Reise nach Jerusalem“ hat sich Sebastian Vettel entschlossen, als Erster abzusitzen. Das verschlechtert die Verhandlungsposition anderer Fahrer.»

Rein hypothetisch: Würde Lewis Hamilton die Gelegenheit reizen, im gleichen Team wie Sebastian Vettel zu fahren? Hamilton in Belgien: «Ich bin immer für eine Herausforderung bereit. Und es ist das Salz in der Suppe, gegen die Besten der Branche zu fahren. Ich weiss, dass Vettel nicht mein Teamgefährte sein will. Er wäre einfach nicht in der gleichen Position wie heute, in der Art und Weise, wie der Rennstall um ihn herum funktioniert.»

Jahrelang wurde immer behauptet: Lewis Hamilton wolle seine Formel-1-Karriere mit einem Engagement und WM-Titeln bei Ferrari krönen. Hamilton hat sich wiederholt und sehr geduldig dazu geäussert, in der Art von: «Derzeit fühle ich mich wohl bei Mercedes und sehe keinen Grund, den Rennstall zu wechseln.»

Der dreifache Champion hat jedoch ebenfalls festgehalten: «Während meiner ganzen Zeit als Rennfahrer habe ich immer auf Ferrari geschaut. Es geht doch jedem so: Alle, egal wer sie sind oder welches Auto sie fahren, sie schauen einen Ferrari an und denken – okay, das ist schon ziemlich cool. Jeder Rennfahrer würde gerne Ferrari fahren.»

Bei einer anderen Gelegenheit, in Monza, wenn ich mich richtig erinnere, hat Hamilton über Ferrari gescherzt: «Ferrari? Ich rufe immer wieder dort an – aber nur, weil mir ihre Strassenautos gefallen! Nein, mein Zuhause ist Mercedes, und will für kein anderes Team fahren. Jeder weiss, wie ich Ayrton Senna bewundere. Und der ist ein Idol geworden, auch ohne dass er je für Ferrari gefahren ist.»

Bei einer anderen Gelegenheit grinste Lewis: «Natürlich sieht ein Auto in Rot gut aus. Aber ich kann meine Mercedes-Modelle auch in Rot fahren.»

Und Hamilton meinte auch: «Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich meine Formel-1-Karriere bei Mercedes beende.»

Sollte Hamilton bei Mercedes um zwei Jahre verlängern (sein heutiger Vertrag ist bis Ende 2018 gültig), dann wäre er 2020 35 Jahre alt. Nicht eben da Alter, in welchem ein Pilot dann noch zu Ferrari wechselt.

In Belgien sagte Hamilton gegenüber der italienischen Sky: «So wie es aussieht, werde ich in den kommenden drei Jahren wohl nicht in einem Ferrari sitzen.»

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Mathias Brunner
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