Max Verstappen (Red Bull Racing): Was die Fans wollen

Von Agnes Carlier
Formel 1
Max Verstappen als Wasserratte

Max Verstappen als Wasserratte

​Nach einem Dreher im Australien-GP kämpfte Max Verstappen mit beschädigtem Auto. Der Niederländer wehrt sich gegen Vorwürfe und sagt auch gleich, was die Formel-1-Fans wirklich sehen wollen.

Der Niederländer Max Verstappen tobte sich vor seinem Einsatz in Bahrain mit dem Jetski aus. Ob er ganz so viel Spass auf dem Bahrain International Circuit haben wird, «weiss ich noch nicht», wie der 20-Jährige sagt. «In Bahrain brauchst du üppig Power, also ist das nicht die beste Piste für uns, aber es ist auch nicht die schlechteste. Also sollten wir ungefähr dort liegen, wo wir in Australien haben. Die Reifenabnutzung wird ganz anders sein als in Melbourne, und in dieser Kategorie sind wir stark, an diesem Punkt wird es richtig interessant.»

«Hier haben wir einen anderen Asphalt, andere Umgebungstemperaturen, ein Pistenlayout, das Überholmanöver begünstigt, mit längeren Bremszonen. Also kannst du mehr machen als in Australien. Die Piste ist breiter, also bietet sich eine andere Linienwahl an, um den Gegner anzugreifen. Du kannst den Wagen auch besser in freier Luft halten.»

Jeder weiss, dass Mercedes in einem Abschlusstraining zusätzlich Motorleistung freisetzen kann. Ferrari, so findet Lewis Hamilton, ist in Sachen Power auf Augenhöhe. Würde Max Verstappen gerne eine Regel sehen, wonach im Rennen mit der gleichen Leistung wie im Qualifying gefahren werden muss? Max: «Nein. Sie machen einen besseren Job als die Anderen. Es wäre nicht fair, sie dafür zu bestrafen.»

Verstappen hat seinen angriffigen Stil in Australien mit einem Dreher bezahlt, fanden viele Zuschauer. Aber Verstappen wehrt sich: «In Runde 4 ist am Wagen etwas gebrochen, dabei war ich noch nicht mal über einen Randstein gefahren. Danach ist der Wagen fast unfahrbar gewesen, daher mein Dreher. Und nach meinem Dreher habe ich vier oder fünf Mal fast die Kontrolle übers Auto verloren. Klar hat das alles im Fernsehen dann so gewirkt, als würde ich zu stark attackieren. Aber so war das nicht.»

Was sich Max für den Grossen Preis von Bahrain wünscht: «Ein gutes Rennen – und dass wir mit Mercedes und Ferrari kämpfen können.»

Was sich Max für die Zukunft der Formel 1 wünscht: «Ich habe da schon ein paar Vorstellungen, aber ich will erst mal sehen, was Liberty Media sagt. Wir müssen immer vorsichtig sein, wenn wir Meinungen von Teamchefs und Fahrern hören. Denn jeder will natürlich für sich das Beste. Klar hat Mercedes wenig Interesse daran, dass sich viel ändert, schliesslich sind sie seit Jahren die Stärksten. Was sich aber ändern muss – unsere Rennen sind einfach nicht interessant genug, weil das Überholen so schwierig ist. Was mir auch missfällt: Dass wir nur drei Motoren pro Jahr haben. Die Fans wollen doch nicht hören, wie wir mit den Triebwerken haushalten müssen. Wir wollen volle Kanne vom Start bis ins Ziel brettern, und das können wir nicht. Das finde ich schade. Vom Sound will ich gar nicht erst reden!»

«Den Fans ist es doch völlig egal, wie schnell wir sind. Speed ist nicht alles. Wenn wir pro Runde zwei Sekunden schneller wären, aber bessere Rennen zeigten, dann wären alle happy. Wenn wir einen V10-Saugmotor hätten, der mit 330 Sachen vorbeikreischt, dann wäre das spektakulärer als ein Turbo mit 360 Sachen.»

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