Günther Steiner (Haas): «Unser Modell macht Schule»

Von Otto Zuber
Formel 1
Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner

Nicht nur Alfa Romeo und Renault bauen ihre Mannschaften aus, auch das Haas-Team hat sich 15 neue Mitarbeiter an Bord geholt, wie Günther Steiner verrät. Der Teamchef will 2019 endlich den 4. WM-Rang erobern.

Im vergangenen Jahr waren es letztlich nur 29 WM-Zähler, die das Haas-Team vom begehrten vierten Rang der Team-Wertung trennten. Diesen hatte sich das Renault-Werksteam geschnappt und die Amerikaner damit auf den fünften Platz verwiesen. Dennoch – oder gerade deshalb – ist der Kampfgeist im US-Team geweckt, wie Günther Steiner im Gespräch mit dem Kollegen der dänischen Zeitung «BT» betont.

«Das Ziel für 2019 muss der vierte Platz sein», stellt der Teamchef des Rennstalls von Gene Haas klar. «Natürlich haben ihn viele Teams im Visier, trotzdem denke ich, dass es möglich ist», erklärt der Südtiroler, der mit Blick auf die Entwicklung des neuesten Dienstwagens von Romain Grosjean und Kevin Magnussen verrät: «Die Zahlen, die ich von den Ingenieuren bekomme, sehen gut aus, aber ich weiss nicht, was die Konkurrenz macht.»

«Es sieht vielversprechend aus», beteuert Steiner weiter, relativiert aber auch gleich: «Es ist jedoch schwierig, Vergleiche zum Vorjahr aufzustellen, weil sich die technischen Regeln so stark verändern.» Wir erinnern uns: Das Regelwerk wurde angepasst, um durch einfachere Aerodynamik jene Luftverwirbelungen am Heck der GP-Renner einzudämmen, die dafür verantwortlich sind, dass enge Verfolgungsjagden kaum mehr möglich sind.

Um den damit verbundenen Zusatzaufwand zu meistern, hat sich auch das Haas-Team verstärkt – obwohl es weiterhin auf das bewährte Geschäftsmodell setzt, möglichst viele Teile des Fahrzeugs von Ferrari und Chassis-Hersteller Dallara zu erwerben und den Anteil an selbst produzierten Teilen so klein wie möglich zu halten. Steiner sagt dazu: «Wir haben 15 neue Mitarbeiter, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir sehr eng mit unseren externen Partnern zusammenarbeiten. Für uns ist das der richtige Weg und ich denke, unser Modell macht Schule. So wird Toro Rosso künftig sehr viel enger mit Red Bull Racing zusammenarbeiten als bisher.»

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