Formel 1

FP2 Barcelona: Bottas vorne, kann Ferrari nachlegen?

Von - 10.05.2019 16:32

Auch im zweiten freien Training zum Spanien-GP war Mercedes-Star Valtteri Bottas der schnellste Mann. Der Finne sicherte sich vor Lewis Hamilton, Charles Leclerc und Sebastian Vettel die FP2-Bestzeit.

Nachdem Max Verstappen im ersten freien Training zum Barcelona-GP von einem Ölleck eingebremst worden war, durfte der Niederländer die Nachmittagssession mit der neuesten Ausbaustufe des Honda-Motors bestreiten. «Der Tausch der Antriebseinheit erfolgte damit eine Session früher als geplant», erklärte Toyoharu Tanabe, der sich bei Honda um das Formel-1-Projekt kümmert.

Ein Ölleck bekundete auch Valtteri Bottas, dessen Mercedes-Team es aber schaffte, rechtzeitig zum Start der FP2-Session wieder bereit zu sein. Im Gegensatz zu Verstappen gehörte der Mercedes-Pilot allerdings nicht zu den Ersten, die sich auf der Strecke zeigten, als die Strecke freigegeben wurde, wurde der Finne noch hinter der Box beim Kaffeetrinken gesichtet.

Auch Lance Stroll, der seinen Racing-Point-Dienstwagen zum Ende der ersten Session in der neunten Kurve in die Streckenbegrenzung gesetzt hatte, rückte nicht sofort aus. Der Kanadier musste für die Nachmittagssession mit älteren Teilen Vorlieb nehmen, während sein Team alles daran setzte, die vom Unfall beschädigten Neuerungen wieder flottzukriegen.

In der ersten Viertelstunde tat sich nicht viel, Sebastian Vettel die Zeitenliste mit 1:18,766 min vor Kevin Magnussen und Daniil Kvyat an. Weder Lewis Hamilton noch Valtteri Bottas hatten sich zu diesem Zeitpunkt eine Rundenzeit notieren lassen. Für Unterhaltung war trotzdem gesorgt, denn Robert Kubica legte in der letzten Kurve trotz langsamer Fahrt einen Dreher hin und räumte dabei einen Poller ab.

Knapp fünf Minuten später setzte sich der mittlerweile ausgerückte Bottas mit einer 1:18,2er-Zeit an die Spitze, während Hamilton im letzten Sektor mit einem Ausritt für Action sorgte. Sein Stallgefährte Bottas gab derweil weiter richtig Gas und verbesserte die Bestmarke auf 1:17,835 min. Diese hielt sich allerdings nur, bis Vettel auf den weichen Reifen einen schnellen Versuch unternahm und Bottas’ Zeit um eine Zehntel unterbot.

Auch sein Teamkollege Charles Leclerc absolvierte seine Quali-Simulation und landete dabei erst auf dem zweiten Platz, bevor er sich an die Spitze setzte. Allerdings war Bottas, der die weichen Walzen noch nicht ausgepackt hatte, nicht weit weg. Mehr Mühe hatte Red Bull Racing-Pilot Pierre Gasly. Der Franzose landete bei seinem schnellen Versuch nur auf dem sechsten Platz – 1,4 Sekunden trennten ihn von der Bestzeit.

Der Rückstand auf die Spitze wurde noch grösser, weil zur Halbzeit auch Hamilton und Bottas auf den weichen Reifen auf Zeitenjagd gingen, wobei sich der fünffache Weltmeister mit 1:17,410 min an die Spitze setzte, nur um kurz darauf von Bottas mit 1:17,284 min wieder auf den zweiten Platz verwiesen zu werden. Verstappen hatte weniger Glück. «Ich hatte plötzlich keine Power mehr», meldete der Niederländer über Boxenfunk. Trotzdem setzte er seine Arbeit vorerst fort.

Für Bottas lief es aber auch nicht reibungslos. Der Mercedes-Pilot geriet in der neunten Kurve neben die Piste, konnte aber im Gegensatz zu Lance Stroll einen Einschlag vermeiden. Auch Alfa Romeo-Star Kimi Räikkönen bretterte kurz darauf durchs Kies, hatte dabei aber das Glück, nicht steckenzubleiben. Auch Kvyat, der in den letzten 20 Minuten des Trainings im ersten Sektor ins Kies rutschte, konnte sich aus eigener Kraft daraus befreien.

In den letzten 10 Minuten kamen sich Gasly und sein Vorgänger Daniel Ricciardo noch in die Quere. Der Franzose liess den Australier nicht vorbeiziehen, als dieser auf der Hauptgeraden vorbei wollte. «Das ist etwas unnötig», kommentierte Ex-GP-Pilot und Sky Sports F1-Experte Karun Chandhok.

Am Ende hatte Bottas mit 1:17,284 min die Nase vorn. Hamilton, Leclerc, Vettel, Verstappen, Grosjean, Gasly, Magnussen, Sainz und Kvyat folgten auf den weiteren Top-10-Plätzen vor Räikkönen, Albon, Stroll, Hülkenberg, Ricciardo, Norris, Giovinazzi, Pérez, Russell und Kubica.

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