Michael Masi (FIA): «Mehr Verwarnungen für Fahrer»

Von Adam Cooper
​Diese Flagge hatten wir in der Formel 1 schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen: Toro-Rosso-Fahrer Pierre Gasly erhielt die schwarze und weisse Flagge gezeigt – für unsportliches Verhalten auf der Strecke.

Die meisten Piloten sind ganz froh, wenn sie eine schwarz-weisse Flagge gezeigt erhalten, denn in der Regel ist sie mit kleinen Karos bedeckt und bedeutet, dass ein Rennen zu Ende ist. Es gibt aber noch eine andere schwarz-weisse Flagge, diagonal geteilt. Sie steht in der Rennsport-Flaggenkunde für weniger Erfreuliches. Im FIA-Sportkodex steht: «Diese schwarz-weisse Flagge wird nur einmal gezeigt, als Warnung für einen Fahrer, der sich auf der Strecke unsportlich benommen hat.»

Beim Grossen Preis von Belgien erhielt Toro-Rosso-Fahrer Pierre Gasly diese Flagge gezeigt, nachdem sich der Franzose gegen seine Rivalen etwas gar robust gewehrt hatte. Um genau zu sein, hatte er sein Auto in der Bremszone neu positioniert, das gilt in der Formel 1 als Foul.

Wir müssen bis zum Grand Prix von Malaysia zurückblättern, um einen ähnlichen Fall zu finden. Damals erhielt ein gewisser Lewis Hamilton diese Verwarnung, als er vor dem Wagen von Vitaly Petrov Schlangenlinien fuhr.

Zwischen 2010 und 2019 wurde die Flagge durch Warnungen ersetzt, die der langjährige Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting den Teams zukommen liess und die von dort dem Piloten ins Auto gefunkt wurden.

Whitings Nachfolger Michael Masi will die schwarz-weisse Flagge öfter einsetzen. Der Australier sagt in seiner Nachbesprechung des Belgien-GP: «Wir haben mit den Sportchefs der Rennställe gesprochen und ihnen klargemacht, dass sie des Öfteren mit dieser Flagge rechnen müssen. Ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht machen sollten. Für mich ist das die motorsportliche Version der gelben Karte, also wieso nutzen wir sie nicht?»

«Wir können diese Flagge auch zeigen, wenn ein Pilot wiederholt an einer bestimmten Stelle abkürzt. In beiden Fällen gilt: Diese Flagge wird nur einmal gezeigt, dann wird die Sache in die Hände der Rennkommissare gelegt, die über eine etwaige Strafe befinden müssen. Wir können die Flagge für verschiedene Vergehen einsetzen.»

Red Bull Racing-Honda-Fahrer Alex Albon sagt: «Ich finde das eine gute Sache, im Kartsport war diese Flagge andauernd zu sehen, und sie hat dort gut funktioniert. Eine Sache wie zwischen Vettel und Hamilton in Kanada hätte man damit gewiss eleganter lösen können – mit einer Warnung, erst dann mit einer Strafe.»

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