Ungeschminkte Wahrheit: Doku über Max Mosley

Von Otto Zuber
Max Mosley

Max Mosley

Das Leben des früheren FIA-Präsidenten Max Mosley steht im Fokus einer neuen Dokumentation, die am 8. März Premiere feiert. Dabei kommt auch der Sexskandal von 2008 zur Sprache.

Die neue Doku mit dem schlichten Titel «Mosley» soll den früheren FIA-Präsidenten mit all seinen «Fehlern und Schwächen» zeigen, wie Max Mosley gegenüber Autosport.com selbst erklärt. «Eigentlich hätte sich alles um die Unfälle von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger von 1994 drehen sollen, und wie diese zu einer Revolution bei der Sicherheit von Fahrzeugen geführt haben. Denn das ist eine ziemlich interessante Story, die nicht viele Leute kennen. Doch es wurde immer mehr zu einer Geschichte über mich.»

«Es ist alles enthalten, auch die News-of-the-World-Geschichte und alles, was danach passiert ist», verspricht der 79-Jährige Brite, und bestätigt, dass auch die Vergangenheit seines Vaters Oswald kritisch beleuchtet werde, der die britischen Faschisten vor dem Weltkrieg angeführt hatte. «Jemand fragte mich, ob auch gezeigt werde, dass Hitler ein Hochzeitsgast meiner Eltern war, und die Antwort lautet ja. Es sind alle Schwächen und Fehler drin, was das Ganze für Aussenstehende auch interessant macht.»

Regisseur Michael Shevloff und Produzent Paul Crowder hätten sogar zwei Szenen verwendet, die er selbst rausgeschnitten hätte, erzählt Mosley. «Wenn ich das Sagen gehabt hätte, dann hätte ich diese nicht gezeigt, aber dann hätte man dem Ganzen seinen Sinn genommen, es muss schliesslich unabhängig bleiben», erklärt er.

Die Doku, in der auch Bernie Ecclestone, Jean Todt, Flavio Briatore und Gerhard Berger zu Wort kommen, feiert am 8. März im Rahmen des Manchester Film Festivals Premiere. Mosley ist sich sicher, dass Motorsportfans alleine wegen der vielen historischen Aufnahmen auf ihre Kosten kommen werden.

Mosley war von 1993 bis 2009 Chef des Automobilweltverbands. 2008 geriet er in die Schlagzeilen, weil die heute eingestellte «News of the World» kompromittierende Aufnahmen einer privaten Party des damaligen FIA-Präsidenten veröffentlichte, die um die Welt gingen.

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