Max Verstappen: Zandvoort mit Steilwänden – fabelhaft

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Red Bull Racing-Honda-Star Max Verstappen hat die umgebaute Zandvoort-Rennstrecke eingeweiht, mit einem 2012er RBR-Renner. Der achtfache GP-Sieger ist vor allem von den Steilkurven angetan.

Ein GP-Pilot gab dem anderen das Startsignal: Ex-GP-Fahrer und Le-Mans-Sieger Jan Lammers, heute Sportdirektor des WM-Laufs der Niederlande, liess die Landesflagge fallen, dann zischte Max Verstappen im Red Bull Racing RB8 mit kreischendem Saugmotor davon. Das nächste Formel-1-Motorengeheul wird anders klingen – wenn ab 1. Mai auf der Rennstrecke trainiert wird, mit aktuellen 2020er Hybridmotor-Boliden.

Verstappen ist von der umgebauten Bahn begeistert, vor allem die überhöhten Kurven Hugenholtz (nach dem Pistenarchitekten John Hugenholtz benannt) und Arie Luyendyk (nach dem zweifachen Indy-500-Sieger) haben es Max angetan. «Das war fabelhaft», sagte Verstappen anschliessend. «Ich fand Zandvoort schon zuvor eine klasse Strecke, aber mit den Umbauten hat sie jetzt das gewisse Extra und hebt sich von den anderen Formel-1-Pisten ab.»

«Die Überhöhung in Kurve 3 ist der Hammer, und du kannst dort ganz unterschiedliche Linien fahren. Das gilt auf für die Zielkurve. Du spürst, wie die Lenkung in der überhöhten Kurve schwerer wird. Die Idee bestand ja darin, dass wir den verstellbaren Heckflügel schon vor der Zielkurve flach stellen, um auf der folgenden Geraden mit Tempoüberschuss attackieren zu können. Das wird eine klasse Herausforderung, aber wird irre Spass machen.»

«Die ganze Strecke ist anspruchsvoll, was mir sehr gefällt, denn ich mag Pisten von altem Schrot und Korn. Ich finde es auch gut, dass wir eher knappe Auslaufzonen haben, und es braucht auch keine grösseren. Das gehört zur Spannung dazu. Ich freue mich sehr darauf, mit einem 2020er Auto hier zu fahren.»

Klar liegt die Frage auf der Hand: Ist es für den Niederländer von Vorteil, auf seiner Heimstrecke bereits gefahren zu sein? Verstappen meint: «Das waren ja nur ein paar Runden. Und heute sitzen die Piloten so oft im Rennsimulator, dass eine Strecke niemals neu ist. Ich gehe also davon aus, dass alle Fahrer sehr gut vorbereitet aufkreuzen werden. Viele Piloten kennen Zandvoort ohnehin, aus ihren Jahren in unteren Rennklassen. Am gewöhnungsbedürftigsten werden die überhöhten Kurven sein. Aber ich glaube nicht, dass ein Formel-1-Fahrer damit Schwierigkeiten haben wird.»

Zur dritten Kurve (Hugenholtz) meint Max: «Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass sie so steil ist. Die Innenseite kippt von dir weg, die Kurve ist beim Einlenken so gut wie blind. Die Fahrer werden ein paar Runden brauchen, um dort die beste Linie zu finden. Zandvoort hat jede Menge schneller Passagen, das gefällt mir sehr gut.»

Verstappen kann es nicht erwarten, endlich ein Heimrennen zu erhalten: «Ich bin davon überzeugt, dass die Fans Zandvoort in ein Tollhaus verwandeln werden. Das wird ein grandioses Wochenende. Ich freue mich immer, so viele Fans an den Rennstrecken zu sehen. Aber das alles auf der einheimischen Piste erleben zu dürfen, besser geht’s nicht.»

Sehen Sie in diesem Video, wie Max um den umgebauten Zandvoort-Kurs zischt.

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