Nico Rosberg: «Die Formel 1 braucht alle Teams»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mit Disziplin durch den Corona-Alltag: Nico Rosberg

Mit Disziplin durch den Corona-Alltag: Nico Rosberg

GP-Veteran Nico Rosberg weiss genau, wie er die Coronavirus-Krise im spanischen Hausarrest konstruktiv nutzen kann. Der Weltmeister von 2016 spricht über seine Disziplin und die grösste Sorge der Formel 1.

Mit anspruchsvollen Challenges in den sozialen Medien kann der Hausarrest in der Coronakrise konstruktiv genutzt werden. Davon ist der frühere Mercedes-Star Nico Rosberg überzeugt. Der Champion von 2016 meditiert etwa, um mental fit zu bleiben, oder liest im Rahmen der #oneaweek-Challenge ein Buch, um sich die Zeit zu vertreiben und dabei weiterzukommen, wie er im Video-Interview der Deutschen Welle erzählt.

«Meine Hauptbotschaft ist, dass Fortschritte glücklich machen, und wenn wir vernünftige Herausforderungen annehmen, die uns weiterkommen lassen, dann steigert dies das Wohlbefinden», erklärt der GP-Veteran, der mit seiner Familie in Spanien im Hausarrest sitzt und sich zwingen muss, eine gewisse Disziplin in seinen Corona-Alltag zu integrieren.

«Tatsächlich ist das schwierig für mich, ich bin nicht so diszipliniert, aber ich kann mich gut in etwas verbeissen», gesteht der 34-Jährige, der etwa die Nachrichten zur aktuellen Lage aufmerksam mitverfolgt. «Ich muss mich aber zwingen, diszipliniert zu sein, und das tue ich, weil ich gelernt habe, was gut für mich ist. Ich weiss, dass mir die Disziplin hilft, glücklicher zu sein», fügt er an.

Bei der Frage, wann die Königsklasse wieder loslegen könne, bleibt Rosberg vorsichtig: «Keiner weiss, wann es wieder losgehen wird, ich hoffe aber sehr, dass man noch ein paar Rennen wird durchführen können. Vielleicht muss man da etwas kreativ werden und sogenannte Doubleheader-Wochenenden veranstalten.» So könne etwa die gleiche Piste am Samstag im Uhrzeigersinn und am Sonntag gegen den Uhrzeigersinn befahren werden. «Das Problem ist allerdings, dass keiner weiss, wann die ersten Rennen stattfinden können.»

«Sicherlich ist es hilfreich, dass man auch Rennen ohne Zuschauer veranstalten kann, diese können etwas früher über die Bühne gehen, weil man dann nicht so viele Menschen an einem Ort versammelt», ist der 23-fache GP-Sieger überzeugt, mahnt aber auch: «Aber das grösste Problem ist derzeit die finanzielle Situation einiger der kleineren Rennställe, da die Formel 1 alle Teams braucht. Wenn zwei oder drei kleinere Teams ausfallen, dann ist es kein wirklich grossartiger Sport mehr, weil das Startfeld dann zu klein wird. Deshalb ist die finanzielle Hilfe für die kleineren Teams jetzt vorrangig.»

Der gegenwärtige Formel-1-Kalender 2020

28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F
05. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A
19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB
02. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H
30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B
06. September: Monza, Autodromo Nazionale/I
20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP
27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS
11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J
25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA
1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX
15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR
29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

Ohne neuen Termin
Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH
Melbourne, Albert Park Circuit/AUS
Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN
Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN
Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL
Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E
Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ
Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN

Abgesagt
Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC

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