Budget-Grenze: 130 Millionen Dollar ab Saison 2022

Von Adam Cooper
Formel-1-Sportchef Ross Brawn und McLaren-CEO Zak Brown

Formel-1-Sportchef Ross Brawn und McLaren-CEO Zak Brown

​Erneut haben die Teamchefs per Videokonferenz mit FIA-Chef Jean Todt, Formel-1-CEO Chase Carey und F1-Sportdirektor Ross Brawn verhandelt. Die Budget-Obergrenze ab 2022 soll bei 130 Millionen Dollar liegen.

Die Gespräche über die kommende Budget-Obergrenze in der Formel 1 gehen weiter. In der jüngsten Videokonferenz zwischen Jean Todt (dem Präsidenten des Autosport-Weltverbands FIA), Formel-1-CEO Chasey Carey, den zehn Teamchefs der Königsklasse sowie Formel-1-Sportchef Ross Brawn sind neue Vorschläge erörtert worden.

Zur Erinnerung: Eigentlich war vorgesehen, eine Obergrenze von 175 Millionen Dollar pro Saison einzuführen und diese dann schrittweise zu senken. In diesen 175 Millionen nicht eingeschlossen sind – Aufwand für Marketing, Gehälter der Fahrer, Kosten für kulturelle Posten (etwa den Betrieb alter GP-Rennwagen), Boni, Abschreibungen und Amortisation, Kosten, die mit der Formel 1 nichts zu tun haben, Anmeldegebühr des Teams und Superlizenzgebühr der Fahrer sowie die Gehälter der drei bestbezahlten Angestellten (abgesehen von den Piloten).

Dem US-Amerikaner Zak Brown ging das nicht weit genug. Der McLaren-CEO sagte: «Wir spielen hier mit dem Feuer. Wir müssen in dieser Situation wirklich aufpassen, dass wir keine Teams verlieren. Wenn wir nur noch acht Rennställe haben, dann ist das keine Formel 1 mehr.»

«Der Sport lebt davon, dass wir ein volles Startfeld haben. Aber das ist nicht garantiert, wenn wir es nicht schaffen, die Formel 1 in Sachen Budget tragbar zu machen. Kleiner Rennställe könnten sich am Ende die Königsklasse nicht mehr leisten oder sie verlieren das Interesse. Am Ende würden nur die finanziell stabiler aufgestellten Rennställe übrig bleiben, und das funktioniert so nicht.»

175 Millionen sind vor dem Hintergrund der Coronakrise völlig unrealistisch. Ein erster Kompromiss von 150 Millionen geht Zak Brown ebenfalls zu wenig weit. Der Kalifornier hat sogar 100 Millionen vorgeschlagen.

Die drei grossen Teams – Mercedes-Benz, Ferrari und Red Bull Racing – wehren sich gegen diese dramatische Verringerung. Denn sie würde Entlassungen bedeuten.

Während bei der Sitzung vom Donnerstag nichts beschlossen wurde, liegt dieser Vorschlag auf dem Tisch: Budgetdeckel in Höhe von 145 Millionen für 2021, 2022 dann Senkung auf 130 Millionen. Dies entspricht auch jener Zahl, die Ross Brawn vor zwei Jahren einmal vorgeschlagen hatte.

Der frühere Techniker und Teamchef von Benetton, Ferrari, BrawnGP und Mercedes sagt: «Die Coronakrise hat zur Gelegenheit gezwungen, sich die Budgets nochmals gründlich anzusehen. Wir müssen zu einem realistischen und vernünftigen Kostendeckel kommen.»

Eine neue Gesprächsrunde findet in der kommenden Woche statt, um den 22. oder 23. April herum.

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