Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
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Die Formel 1 schmiedet weiter kräftig Pläne für den Saisonstart. Anfang Juli soll es in Spielberg losgehen, bis Dezember sollen 15 bis 18 Rennen über die Bühne gehen, zunächst in Europa, dann in Eurasien, Asien und Amerika, zum Schluss dann im arabischen Raum. Dann hätte man offiziell eine WM (ab acht Rennen) und auch die TV-Vorgaben erfüllt (ab 13 Rennen).
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Klar ist: Fans werden keine vor Ort sein, natürlich am Anfang, wahrscheinlich aber auch im späteren Verlauf der Saison. Geisterrennen also. Und die sorgen dann doch für Diskussionen. "Geisterrennen gehen eigentlich gar nicht, oder auch Fußballspiele vor leeren Rängen. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, vor leeren Rängen zu fahren", sagt zum Beispiel RTL-Experte Timo Glock bei SPEEDWEEK.com.
Was auch zur Diskussion gehört: Sind Geisterrennen oder auch Geisterspiele im Fußball moralisch vertretbar? Wie verkauft man zum Beispiel einen Sonderstatus, wenn Corona-Tests für die Beteiligten einfach zu bekommen sind als für die normale Bevölkerung?
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Ein heikles Thema. "Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, ob es moralisch vertretbar ist, was gerade passiert. Genauso wenig, darüber zu urteilen, ob es vertretbar ist, wenn die DTM oder die Formel 1 bald wieder Rennen fahren", so Glock: "Der Zuschauer freut sich, wenn er Abwechslung bekommt. Es wird aber auch viele Leute geben, die sich fragen, warum sie keinen Test bekommen, die Bundesliga zum Beispiel aber alle paar Tage testet."
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Er weiß aber auch, dass Rennen ohne Fans die einzige Alternative sind. "Um den Ball im Spiel zu halten, muss man agieren, und das tun die Verantwortlichen, um die Formel 1 zu retten. Für den Sport ist es positiv, und Kritiker wird es auch hier geben. Sport hat in Krisenzeiten schon immer überzeugt und den Menschen geholfen. Diese Möglichkeit sollte man nutzen."
Glock glaubt, dass die Coronakrise auch positive Auswirkungen haben wird. "Das Bewusstsein für gewisse Dinge wird zurückkommen", sagt der DTM-Pilot. Man realisiere mehr und mehr, was wirklich wichtig sei, "dass man Dinge nicht mehr als selbstverständlich ansieht. Das wird auch im Sport so sein: Dass sich Dinge möglicherweise gesundschrumpfen, dass man zu einer anderen Normalität zurückkehrt."
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