Kein weiterer Aufschub: Neue Autos kommen 2022

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Die Coronakrise zwingt die Formel 1 zum Sparen: Die für 2021 geplante, neue Modellgeneration kommt erst 2022. Gemäss F1-Sportdirektor Ross Brawn wird es keinen weiteren Aufschub geben.

Eigentlich hätte die Formel 1 im Jahr 2021 komplett neue Rennwagen erhalten sollen, Autos, die aerodynamisch weniger sensibel sind und es daher den Piloten erleichtern, sich an einen Gegner heranzupirschen und ihn zu überholen. Aber diese Autos kommen noch nicht: Vor dem Hintergrund der Coronakrise haben sich der Autosport-Weltverband FIA, «Formula One Management» und die Rennställe darauf geeinigt, in der Saison 2021 aus Kostengründen nochmals die 2020er Chassis zu verwenden.

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner hatte sogar angeregt, die Einführung der neuen Renner um ein weiteres Jahr hinauszuschieben: «Es herrscht unter den Teamchefs die Überzeugung, die Einführung der frischen Modellgeneration um ein weiteres Jahr hinauszuschieben. Denn ich fände es unverantwortlich, den Rennställen die finanzielle Bürde aufzulasten, 2021 diese gewaltigen Entwicklungskosten für 2022 zu tragen. Es wäre vernünftiger, wenn diese Investition erst in zwei Jahren auf die Rennställe zukäme.»

Der Engländer weiter: «Was wir in der Formel 1 jetzt brauchen, das ist Stabilität. Jeder Änderung erfordert finanzielle Ressourcen, und es gibt keine sinnvollere Lösung, die Kosten im Griff zu behalten, als derzeit auf solche Kostentreiber zu verzichten.»

«Klar wird die Einführung eines Kostendeckels helfen. Aber noch wichtiger ist es, den Aufwand zu verringern, ein Auto überhaupt erst auf die Bahn zu bringen. Wenn wir, sagen wir 60 Prozent des Chassis für die nächsten 18 Monate einfrieren, dann reduziert das die operativen Kosten eines Teams dramatisch, egal ob das nun Red Bull Racing ist oder Williams.»

Aber einen weiteren Aufschub wird es nicht geben, das hat Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn in der F1 Show der britischen Sky klargemacht: «Das neue Reglement kommt 2022, definitiv. Ich weiss, dass sich einige Rennställe dafür starkmachen, sie um ein weiteres Jahr zu verzögern. Ich sehe die Notwendigkeit ein, dass wir die 2020er Autos auch im kommenden Jahr verwenden. Denn wir stehen mitten in einer furchtbaren Krise.»

«Aber im Rahmen des neuen Reglements wird der Sport wirtschaftlich machbarer, die Wagen werden weniger kompliziert sein, und wir achten mehr darauf, wie Geld ausgegeben wird.»

Überdies wird 2021 die seit Jahren geplante Budgetobergrenze endlich eingeführt, wie Ross Brawn am 4. Mai bestätigt hat. «Wir werden 2021 bei 145 Millionen Dollar anfangen. Die Diskussion dreht sich nun darum, wie sehr wir das in den Jahren darauf senken können. Das neue Abkommen wird in Sachen Preisgeldverteilung erheblich gerechter sein. Vor allem die Rennställe aus dem Mittelfeld werden besser dastehen.»

Ross Brawn schwebt vor: Budgetdeckel 2021 bei 145 Millionen, 2022 dann Senkung auf 130 Millionen.

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