Kampf gegen Corona: McLaren-Teamchef optimistisch

Von Adam Cooper
Formel 1
​Es ist eine seltsame Ankunft am Red Bull Ring in der neuen Normalität. McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist optimistisch, dass die Formel 1 dem hartnäckigen Coronavirus trotzen kann.

In einer Welt mit Corona ist alles anders geworden, auch die Ankunft am wundervoll gelegenen Red Bull Ring in der Steiermark. Eingangs des Pistengeländes – das seit Anfang Woche nur noch von Personal betreten werden darf, das hier arbeiten muss und das auf den Coronavirus getestet ist – warten Korridore mit Checkpunkten, hier wird auch Temperatur gemessen.

Überall sind Plakate aufgestellt mit den wichtigsten Vorsichtsmassnahmen gegen Corona im Überblick: Zwei Meter Abstand halten, Maske tragen, regelmässig Hände gründlich waschen und desinfizieren, sich nicht ins Gesicht greifen, schon gar nicht in Mund, Nase und Augen, aufs Händeschütteln verzichten, in ein Wegwerftuch oder in die Ellenbeuge niesen und husten.

Die wenigen Berichterstatter, welche vom Autosport-Weltverband FIA zur Veranstaltung zugelassen worden sind, werden den kompletten Tag im Medienzentrum verbringen. Es ist ihnen untersagt, das Fahrerlager auf der anderen Seite der Rennstrecke zu betreten. Ein Blick in die Boxengasse zeigt – es ist noch ruhig.

McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist zuversichtlich, dass sich die umfangreichen Vorsichtsmassnahmen gegen Corona auszahlen werden. Der Passauer sagte in einem Video-Gruppengespräch: «Umsichtig geleitet von FIA und Formel 1 haben wir klare Prozeduren, wie wir die GP-Wochenenden abwickeln. Der grösste Unterschied zur Formel 1 vom Stand Australien Mitte März besteht darin, dass die Königsklasse als solches in einer Blase arbeitet, alle Teams in ihrer eigenen Isolation, dazu gibt es in den Rennställen zahlreiche Untergruppen. Sollte es einen positiven Fall geben, wird diese kleine Gruppe isoliert, und alle Fachkräfte werden getestet. Sollten sie gesund sein, dürfen sie gleich wieder an die Arbeit. Ein Testergebnis sollte nach unseren Informationen nach rund zwei Stunden vorliegen.»

«Natürlich bleibt ein gewisses Risiko, der Virus ist ja nicht aus der Welt, und wir haben alle erlebt, wie schnell er sich verbreiten kann. Aber es ist gut zu wissen, dass wir vorbereitet sind.»

Aus dem Mediensaal ist ein Blick auf den McLaren zu erhaschen, der ein wenig anders aussieht als zuvor. Der Autosport-Weltverband FIA und Formel-1-CEO Chase Carey haben ja zahlreiche Kampagnen ins Leben gerufen, um den Zusammenhalt der Menschen zu festigen und gegen Ungleichheit zu kämpfen: Unter dem Slogan #WeRaceAsOne wird Geld gesammelt beim Kampf gegen den Coronavirus, gleichzeitig steht der Slogan für Gleichheit der Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer Religion, Ethnik und Herkunft. Das Sinnbild des Regenbogens wurde für die Aktion gewählt, weil es die Menschen weltweit als Symbol der Vielfalt erkennen und verwenden.

McLaren hat vor dem WM-Auftakt in Österreich die Lackierung der Rennwagen geändert. Ganz so weit wie Mercedes sind die Engländer zwar nicht gegangen (die Silberpfeile fahren in Schwarz), aber die Papaya-Renner von Carlos Sainz und Lando Norris tragen den Regenbogen auf dem Kopfschutz Halo und den Regenbogen von #WeRaceAsOne auch als Streifen auf den Seitenkästen, dieser Slogan ist auch an der Box zu entdecken. «Schluss mit Rassismus» ist ebenfalls auf dem Wagen zu entdecken.

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