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Ferrari-Zögling Mick Schumacher: Wütend zu Rang 7

​Ferrari-Nachwuchsfahrer Mick Schumacher (21) ging nach seinem groben Schnitzer im Formel-2-Hauptrennen mit Wut im Bauch in den Sprint – Rang 7. Sieger auf dem Red Bull Ring: Felipe Drugovich.

Formel 1

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Mick Schumacher hatte sich im ersten Formel-2-Lauf der Saison prächtig gehalten, bis kurz vor Schluss des Hauptrennens, als der Ferrari-Schützling in aussichtsreicher Position von der Bahn rutschte. Statt des Sieges auf dem Red Bull Ring oder eines Podestplatzes gab es nur Platz 11. Mick schimpfte: "Ich bin dermassen genervt über mich selber! Ich habe die Chance verschleudert, unter die ersten Drei zu kommen. Aber Renntempo und Reifenmanagement haben gestimmt, ich muss das Positive in den Sprint mitnehmen."

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Wie man von einem wenig verheissungsvollen Startplatz ein gutes Ergebnis erzielt, das hatte der 21jährige Schumacher in der Steiermark vor einem Jahr gezeigt, als er von Rang 14 aus zehn Plätze gutmachte!

Das Hauptrennen von Österreich hatte auch ohne Schumacher mit drei Ferrari-Junioren auf den ersten drei Rängen geendet – der Engländer Callum Ilott vor dem Neuseeländer Marcus Armstrong und dem Russen Robert Shwartzman. Wie üblich gingen die ersten Acht in umgekehrter Reihenfolge ins Sprintrennen (28 Runden oder 45 Minuten), daher also Formel-2-Rookie Felipe Drugovich auf Pole-Position, neben sich in Startreihe 1 der Westschweizer Louis Delétraz, dann Giuliano Alesi, Dan Ticktum, Christian Lundgaard, Shwartzman, Armstrong und Ilott, ferner Nobuhari Matsushita, Roy Nissany und dann auf Startplatz 11 Mick Schumacher.

Bei 25 Grad Lufttemperatur und auf 40 Grad warmem Asphalt kam Drugovich hervorragend weg und kam als Leader aus der ersten Runde zurück, Pech aber für Giuliano Alesi – der Sohn von GP-Fahrer Jean Alesi musste den kurz brennenden Wagen wegen Motorschadens zur Seite stellen, Safety-Car!

Mick Schumacher lag schon auf Rang 9, im Windschatten von Samstag-Sieger Callum Ilott. Als Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer zur Box abbiegen wollte und das Feld am Ende der vierten Runde freigegeben werden sollte, musste auch DAMS-Fahrer Sean Gelael sein Auto aufs Gras stellen, also blieb der Führungs-Mercedes auf der Bahn.

Beim Neustart in Runde 6 blieb Drugovich ganz cool, Mick Schumacher attackierte Ilott und rückte auf Rang 8 vor – blitzsauberes Manöver. Marcus Armstrong hatte sich das Heck des Wagens von Delétraz nun genug lang angeschaut und machte gewaltig Druck, noch hielt der Westschweizer Stand.

Schumacher ging kurz an Honda-Junior Matsushita vorbei, der Japaner konterte. Weiter hinten stubste Red Bull-Junior Jehan Daruvala F2-Routinier Luca Ghiotto an (das gab eine Fünfsekundenstrafe für den stürmischen Inder), Guanyu Zhou musste ins Kiesbett ausweichen – wieder Safety-Car.

In Runde 11 zeigte Drugovich erneut kühlen Kopf und blieb souverän in Führung, dahinter streifte sich Artem Markelov am Wagen von Daruvala den Frontflügel ab. Mick Schumacher nahm einen neuen Anlauf auf die Bastion Matsushita.

Pech für Marcus Armstrong: Probleme mit dem Motor, der Neuseeländer blieb liegen, erneut Safety-Car. Drugovich damit vor Delétraz und neu Dan Ticktum auf Platz 3, Schumacher nun auf 7.

Zum dritten Mal blieb Drugovich ganz cool, dahinter liess Matsushita den drängelnden Schumacher in der Bremszone null Raum, der Japaner stärker auf der Bremse. Schlecht für Mick: Vor Matsushita setzte sich Lundgaard ab und damit entschwand die Chance für Schumacher auf Rang 6. Mehr noch: Ilott hing nun wieder am Getriebe von Mick.

Mick Schumacher versuchte alles, aber Matsushita verteidigte sich mit allen Mitteln und sehr clever.

Und so blieb die Reihenfolge unverändert: Erster Formel-2-Sieg im zweiten Rennen für den 20jährigen Felipe Drugovich, vor dem Haas-Reservisten Louis Delétraz, Macau-F3-Sieger Dan Ticktum, Formel-3-Meister Robert Shwartzman, Renault-Junior Christian Lundgaard, Honda-Zögling Matsushita und Mick Schumacher auf Platz 7.

Der Brasilianer sagt: "Das war ein hartes Stück Arbeit, mit den ganzen Neustarts. Und ich musste mich sputen, um vor Delétraz zu bleiben."

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Delétraz meinte: "Felipe war einfach ein wenig zu schnell. Das Rennen hat Spass gemacht, aber ich wünschte, ich hätte endlich meinen ersten Formel-2-Sieg landen können."

In der Meisterschaft führt der Engländer Callum Ilott mit 27 Punkten vor Shwartzman (23), Drugovich (21), Ticktum (20), Delétraz, Armstrong und Lundgaard (alle 18), Mick Schumacher ist mit zwei Punkten Elfter.

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