Mika Häkkinen: Max Verstappen geht die Zeit aus

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (51) ist tief beeindruckt von der Red Bull Racing-Truppe, aber er befürchtet – gegen so starke Mercedes geht Max Verstappen die Zeit aus.

Der 20fache GP-Sieger Mika Häkkinen hat die ersten drei Rennen der Saison aufmerksam verfolgt und sagt nach dem Grossen Preis von Ungarn: «Wir reden oft über die Bedeutung von Teamwork in der Formel 1. Red Bull Racing und Max Verstappen haben beim dritten Saisonlauf das beste Beispiel dafür gegeben.»

Häkkinen – Formel-1-Champion der Jahre 1998 und 1999 – erklärt: «Es ist der flinken Arbeit seiner Mechaniker zu danken, dass Max das Rennen überhaupt aufnehmen und toller Zweiter werden konnte. Dieses Mal machten die RBR-Jungs nicht nur wie üblich bei den Boxenstopps einen vorbildlichen Job, sie brachten es auch fertig, eine kaputte Vorderradaufhängung rechtzeitig zu reparieren, nachdem Verstappen in der Paraderunde ausgerutscht war.»

«Es passiert ganz selten, dass wir einen Fahrer neben der Bahn sehen, während es eigentlich nur darum geht, den Wagen zur Startaufstellung zu bringen», so Häkkinen in seiner Kolumne für Unibet weiter. «Auf Bildern der Bordkamera von Max war zu sehen, dass er offenbar grosse Probleme mit zu kalten Intermediate-Reifen hatte, die Räder blockierten schon ein paar Mal, bevor er dann geradeaus in eine Pistenbegrenzung rutschte.»

Gemäss Häkkinen ist das durchaus kein Anfängerfehler: «Ein GP-Renner funktioniert nur dann richtig, wenn die Reifen auf Temperatur sind. Und mit den Intermediates kann es bei der ersten Runde aus der Box überaus knifflig sein, ein Gefühl für die Haftung aufzubauen.»

«Ich glaube, Max hatte grosses Glück, was den Aufprallwinkel angeht. Nur ein wenig anders und sein Wagen wäre in einer Art beschädigt worden, dass er den Grand Prix nicht hätte aufnehmen können.»

«Was die Red Bull Racing-Mechaniker dann zeigten, war rundweg fantastisch. Sie schafften die Reparatur rechtzeitig, und Verstappen bedankte sich mit einer grandiosen Fahrt zum zweiten Platz. Er startete wie eine Rakete, schnappte sich Lance Stroll und managte in der Folge seine Reifen sehr gut.»

«Red Bull Racing hat ohne Zweifel das grösste Potenzial, um Mercedes gefährlich zu werden – aber nur dann, wenn sie beim Chassis und Motor nochmals einen markanten Schritt nach vorne machen. Um Mercedes einzuholen, ist sehr viel Arbeit nötig, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob Red Bull Racing und Verstappen in einer so komprimierten Saison genügend Zeit haben.»

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