Nico Rosberg zum Ungarn-GP: «Ferrari katastrophal»

Von Mathias Brunner
Sebastian Vettel und Nico Rosberg in Monaco 2017

Sebastian Vettel und Nico Rosberg in Monaco 2017

​Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg lobt nach dem Grossen Preis von Ungarn seinen Landsmann Sebastian Vettel: «Mehr als Rang 6 war nicht drin. Der Ferrari lag katastrophal, schaut euch nur an, wo Leclerc gelandet ist.»

Platz 6 für einen tapferen Sebastian Vettel, elfter Rang und damit keine Punkte für Charles Leclerc, beide roten Renner überrundet – das Ferrari-Pferd lahmt weiter. Der Deutsche und der Monegasse haben zu wenig Motorleistung, das Auto ist aerodynamisch unausgewogen. Dazu kommen strategische Fehler vom Kommandostand wie die Reifenwahl auf dem Hungaroring oder der Zeitpunkt des Boxenstopps. Ferrari holte Vettel zu einem so unglücklichen Zeitpunkt an die Box, dass der Heppenheimer nach dem Reifenwechsel sekundenlang festgeleimt blieb, weil in der Boxengasse ein Konkurrent nach dem anderen daherkam. Als es eine Lücke gab, schlief der zuständige Ferrari-Mitarbeiter, Vettel musste noch länger warten.

Noch schlimmer erging es Charles Leclerc. Dem zweifachen GP-Sieger wurden weiche Pirelli mit auf den Weg gegeben statt mittelharte. Ein Riesenfehler. Leclerc begann am Funk schon bald zu jammern.

Auch Vettel sollte eigentlich die rot markierten Reifen erhalten, aber hier zeigte sich die ganze Erfahrung eines vierfachen Weltmeisters. Sein Renningenieur Riccardo Adami: «Box, Sebastian, Box für weiche.» – Seb: «Box für mittelharte, findest du nicht?»

Vettel erstickte eine Kontroverse sofort und stellte sich vor sein Team: «Solche Entscheidungen treffen wir immer gemeinsam. Denn eine Runde zuvor waren die Verhältnisse anders.»

Dank eines glücklichen zweiten Platzes beim WM-Auftakt auf dem Red Bull Ring ist Leclerc noch WM-Siebter, Vettel ist Zehnter. Ferrari liegt in der Markenwertung auf Rang 5, mit 27 Punkten. Zum Vergleich: Mercedes hat aus den ersten drei Grands Prix der Saison 121 Punkte geschöpft.

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