Toto Wolff: «Es wird nicht leicht für George Russell»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes hat sich entschieden, George Russell zum Ersatz für den Corona-erkrankten Weltmeister Lewis Hamilton zu bestimmen. Motorsportdirektor Toto Wolff erklärt, was er vom Briten erwartet.

Am Montagmorgen erreichte die Motorsport-Welt die Nachricht von Lewis Hamiltons positivem Covid-19-Test und gleich darauf begannen die Spekulationen um dessen Ersatz beim zweiten Formel-1-WM-Lauf in Bahrain, der an diesem Sonntag ausgetragen wird. Viele rechneten mit der Berufung von Reservist Stoffel Vandoorne, doch Mercedes entschied sich, Nachwuchshoffnung George Russell von Williams ins Cockpit des siebenfachen Champions zu setzen.

Der Brite, der von seinem Landsmann Jack Aitken ersetzt, ist seit 2017 Teil des Mercedes-Juniorenprogramms, und Wolff kommentiert die Wahl folgendermassen: «In erster Linie möchte ich mich bei unseren loyalen Partnern Williams für die Zusammenarbeit und die Aufgeschlossenheit bedanken, die es ermöglichen, dass George dieses Wochenende für Mercedes antritt. Die Gespräche mit dem Team bei Williams waren positiv und pragmatisch und das waren die Schlüsselfaktoren, um eine Übereinkunft zu erzielen.»

«Es wird für George nicht leicht, vom Williams zum W11 zu wechseln», warnt der Wiener, der sich sicher ist: «Er ist bereit für das Rennen und verfügt zudem über ein detailliertes Verständnis der 2020er-Reifen und wie diese mit der derzeitigen Fahrzeuggeneration zusammenspielen.»

«George hat bei Williams in diesem Jahr eine beeindruckende Form gezeigt und spielt eine instrumentale Rolle beim Fortschritt des Teams. Ich bin zuversichtlich, dass er eine starke Leistung abliefern wird neben Valtteri Bottas, der für ihn eine hohe Messlatte sein wird», ist sich Wolff sicher.

«Dieses Rennen stellt dabei auch einen kleinen Meilenstein für uns dar, weil zum ersten Mal ein Mitglied unseres Juniorprogramms für das Mercedes-Werksteam an den Start geht», betont der 48-Jährige daraufhin. «Wir haben dieses Wochenende einen Job zu erledigen und der gesamte Fokus unseres sportlichen Einsatzes wird auf Valtteri und George liegen, um die größtmögliche Punktausbeute für das Team zu sichern. Aber natürlich sind unsere Gedanken auch bei Lewis und wir werden ihn so gut wie möglich unterstützen, um eine schnelle Genesung während seiner Isolierung zu ermöglichen."

Bahrain-GP, Sakhir

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:34:01,829h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,254 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +8,005
4. Lando Norris (GB), McLaren, +11,337
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +11,787
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +11,942
7. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +19,368
8. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +19,680
9. Esteban Ocon (F), Renault, +22,803
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1 Runde
11. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
12. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
Out
Sergio Pérez (MEX), Racing Point, Motorschaden
Romain Grosjean (F), Haas, Crash
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Crash

WM-Stand Fahrer nach 15 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 332 Punkte
2. Bottas 201
3. Verstappen 189
4. Ricciardo 102
5. Pérez 100
6. Leclerc 98
7. Norris 86
8. Sainz 85
9. Albon 85
10. Gasly 71
11. Stroll 59
12. Ocon 42
13. Vettel 33
14. Kvyat 26
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 533
2. Red Bull Racing 274
3. McLaren 171
4. Racing Point 154
5. Renault 144
6. Ferrari 131
7. AlphaTauri 97
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0

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