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Lewis Hamilton: «Die erwischen mich nicht mehr»

​Ende September war Lewis Hamilton stinksauer. Der Mercedes-Star war überzeugt davon, dass die Rennkommissare bei ihm etwas genauer hinschauten. Heute sagt er: «Die erwischen mich nicht mehr.»

Formel 1

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Kurz nach dem Grossen Preis von Russland Ende September deutete Weltmeister Lewis Hamilton an, dass die Formel-1-Regeln vielleicht nicht für alle Wettbewerber die gleichen seien. Natürlich erzeugte das mindestens unter den Hamilton-Fans hohe Wellen, denn das ist Nährboden für allerlei Verschwörungstheorien. Besonders in den sozialen Netzwerken wurde hitzig über entsprechende Theorien gemutmasst; etwa jene, wonach die Formel 1 und der Autosport-Weltverband ein Interesse daran hätten, dass Hamilton und Mercedes den Titel nicht zu früh holen sollten – weil sonst die Luft aus der WM raus wäre.

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Hamilton unmittelbar nach dem Rennen auf dem Olympiagelände von Sotschi: "Was nicht alles getan wird, um uns langsamer zu machen, aber gut. Diese Strafe ist zu hart, aber es war zu erwarten – sie versuchen, mich aufzuhalten. Ich muss darauf achten, blitzsauber zu arbeiten."

Der Engländer hatte für zwei Probestarts vor dem Grand Prix je fünf Strafsekunden aufgebrummt erhalten, dazu zwei Strafpunkte. Die Punkte wurden später zurückgenommen, die zehn Sekunden nicht.

Hamilton: "Ich glaube nicht unbedingt, dass solche Strafen unbedingt auf mich persönlich zielen. Es scheint mehr um das Team zu gehen, das jeweils vorne liegt. Alles, was wir am Wagen haben, wird geprüft, dann nochmals geprüft und dann noch ein drittes Mal. Sie ändern die Regeln, wie bei den Motoren. Da wird eine Menge getan, um die Rennen aufregend zu gestalten, nehme ich an. Ob diese Regel heute damit etwas zu tun hat, weiss ich nicht. Das ist ein Weg, der bergauf führt, aber das ist schon in Ordnung, es ist ja nicht so, dass ich das erste Mal mit Widrigkeiten zu kämpfen habe. Wir kämpfen weiter, lassen uns nicht beirren und machen das nächste Mal einen besseren Job."

Der englische Superstar kassierte 2020 in drei Rennen eine Strafe. In Österreich erhielt für eine Kollision mit Alexander Albon eine Fünfsekundenstrafe, das kostete Platz 2, stattdessen wurde Hamilton Vierter. In Italien fuhr Hamilton an die Box, obschon die Rennleitung die Boxengasseneinfahrt gesperrt hatte. Hamilton sah die entsprechende Warnung nicht. Der WM-Leader fiel auf den letzten Rang zurück und kämpfte sich noch auf Platz 7 nach vorne. In Sotschi dann die beiden Fünfsekundenstrafen.

Im Anschluss ans WM-Finale von Abu Dhabi wurde Hamilton nochmals auf die Strafen angesprochen und seine Reaktion darauf. Lewis hat sich dazu Gedanken gemacht: "In der Hitze des Gefechts sagst du so Einiges. Das ist doch nur menschlich, wenn du den Eindruck hast, gegen den Strom schwimmen zu müssen. Ich bin eigentlich selten bei den Rennkommissaren zu Gast. Die Strafen waren notwendig, das Strafmass liegt nicht in meiner Hand. Aber ich habe meine Lektion gelernt. Die erwischen mich nicht mehr. Ich muss einfach künftig besonders wachsam und sorgfältig sein. Als Athlet suche ich immer das Limit, und wenn ich darüber hinaus geraten bin, dann lerne ich etwas daraus – dass so etwas einfach nicht mehr vorkommen wird."

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Abu Dhabi-GP, Yas Marina

1. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:30,256 h

2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +15,976 sec

3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +18,415

4. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +19,987

5. Lando Norris (GB), McLaren, +1:00,729 min

6. Carlos Sainz (E), McLaren, +1:05,662

7. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1:13,748

8. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:29,718

9. Esteban Ocon (F), Renault, +1:41,069

10. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1:42,738

11. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde

12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde

13. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1 Runde

14. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde

15. George Russell (GB), Williams, +1 Runde

16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde

17. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde

18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde

19. Pietro Fittipaldi (BR), Haas, +2 Runden

Out

Sergio Pérez (MEX), Racing Point, Kraftübertragung

WM-Stand nach 17 Rennen

Fahrer

1. Hamilton 347 Punkte

2. Bottas 223

3. Verstappen 214

4. Pérez 125

5. Ricciardo 119

6. Sainz 105

7. Albon 105

8. Leclerc 98

9. Norris 97

10. Gasly 75

11. Stroll 75

12. Ocon 62

13. Vettel 33

14. Kvyat 32

15. Nico Hülkenberg (D) 10

16. Räikkönen 4

17. Giovinazzi 4

18. Russell 3

19. Romain Grosjean (F) 2

20. Magnussen 1

21. Latifi 0

22. Jack Aitken (GB) 0

23. Fittipaldi 0

Marken

1. Mercedes 573

2. Red Bull Racing 319

3. McLaren 202

4. Racing Point 195

5. Renault 181

6. Ferrari 131

7. AlphaTauri 107

8. Alfa Romeo 8

9. Haas 3

10. Williams 0

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Team

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1

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

156

2

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

115

3

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

106

4

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

75

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

73

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

68

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

55

8

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

41

9

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

34

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Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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