Red Bull Racing RB16B-Honda: Geheimnis gelüftet

Von Mathias Brunner
​Bei der Präsentation des Red Bull Racing RB16B-Honda gab es nur zwei nachbearbeitete Fotos, die mehr verhüllten als enthüllten. Vom Filmtag gab es gar keine Bilder. Nun ist vom Auto mehr zu sehen.

Kein Team war mit dem 2021er Grand-Prix-Rennwagen so verschwiegen wie Red Bull Racing. Als das Modell RB16B im Netz präsentiert wurde, gab es lediglich zwei Computer-bearbeitete Bilder, aus Blickwinkeln, die möglichst wenig preisgeben. Und als Max Verstappen und Sergio Pérez für einen Funktionstest und den Filmtag auf die Silverstone-Bahn gingen, wurden nur Bilder des ebenfalls genutzten 2019er Modells vom Typ RB16 gezeigt.

Das Ziel war klar: Red Bull Racing-Technikchef Adrian Newey wollte die Karten so spät als möglich auf den Tisch legen, um Kopierern so wenig Chancen wie möglich zu geben. Fahrzeugnase, Luftleit-Elemente, Frontflügel, Heckflügel, zentral gestützt wie bei den letzten WM-Läufen von 2020, alles wie gehabt. Natürlich war das nicht die Version, die in Bahrain zu sehen sein würde.

Nur im Detail liess sich erahnen, wie viel Detailarbeit im neuen RB16B steckt: etwas bei der modifizierten Bremsbelüftung vorne und bei anders platzierten Strömungsausrichtern bei den Seitenkästen oder bei der noch enger anliegenden Motorverkleidung, welche darauf hindeutet, dass der neue Honda-Motor noch besser ins Auto eingepasst wurde.

Nur wenige Teams experimentierten schon 2020 mit einem beschnittenen Unterboden, wie ihn der Autosport-Weltverband FIA in der kommenden Saison vorschreibt. Das gab wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung des RB16B.

Die wichtigsten Änderungen bei der Aerodynamik: Dreiecksförmiger Ausschnitt am Boden vor den Hinterrädern; Bremsbelüftungen hinten, die nicht mehr mit Luftleit-Elementen bestückt werden dürfen; gekürzte Finnen im Diffusor; Verbot von Schlitzen im vorderen Bereich des Bodens.

Inzwischen ist eines der Geheimnisse gelüftet, wie erste Bilder aus Bahrain zeigen: Red Bull Racing hat die Hinterachse geändert, mit frischer Geometrie von Zugstrebe und Spurstange, die nach vorne gewandert ist.

Nach knapp einer Stunde Testbetrieb ist Max Verstappen der einzige Fahrer mit einem halben Dreher: Schreckmoment in Kurve 2. Der zehnfache GP-Sieger konnte den Wagen abfangen, seine Reifen sind aber ruiniert worden.

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