Timo Glock: «Mick Schumacher-Crash nicht überbetonen»

Von Mathias Brunner
​Das Monaco-GP-Wochenende der deutschen Piloten: Sebastian Vettel fuhr im Aston Martin zu Rang 5, Mick Schumacher erzeugte zwei Mal Schrott. Sky-GP-Experte Timo Glock schätzt ihre Leistungen ein.

Das Wochenende des Traditions-GP von Monaco endete für die beiden deutschen Formel-1-Fahrer höchst unterschiedlich: Sebastian Vettel gelang mit Aston Martin endlich ein gutes Ergebnis, ein feiner fünfter Platz für den Heppenheimer. Mick Schumacher hingegen crashte im Training gleich zwei Mal, im Rennen fiel er wegen eines Motorproblems hinter seinen Haas-Stallgefährten Nikita Mazepin zurück und wurde Letzter.

Als Formel-1-Experte für die Kollegen der deutschen Sky hatte Timo Glock Weltmeister Vettel und Formel-2-Champion Schumacher stets auf dem Radar. Der 39jährige Glock – WM-Zehnter 2008 und 2009 – stellt zu Vettel fest: «Er hatte bei uns am Sky-Mikro gesagt: ‘Wenn man sich ins Auto reinsetzt und direkt ein gutes Gefühl hat, so ist es viel einfacher, in einen guten Rhythmus zu kommen.’ Das war bei ihm der Fall, und deswegen hat er auch ein so gutes Rennen absolvieren können, mit einem starken fünften Platz.»

«Ich fand auch seine Qualifikation sehr stark, weshalb dies ein durchweg positives Wochenende für ihn war – genau zur richtigen Zeit! Ich hoffe, dass das Sebastian und dem Aston Martin-Team jetzt einen Aufschwung gibt und wir von ihm in Baku eine ähnlich gute Leistung sehen.»

«Für unseren zweiten deutschen Fahrer lief es leider nicht ganz so gut. Es war natürlich schade, dass Mick Schumacher im dritten freien Training seinen zweiten Crash hatte und so das Auto nicht mehr fürs Qualifying fertig wurde. Solch eine Situation gehört aber dazu bei einem Rookie, wenn man nach Monaco kommt – und das auch noch mit einem Auto, das wirklich schwierig zu fahren und teilweise unberechenbar ist.»

«Vor seinem Crash war Mick mit guten Zeiten unterwegs, was im Hinblick auf die Quali interessant gewesen wäre. Aber so weit kam es letztlich nicht. Schumacher muss daraus lernen. Er hatte ein fehlerfreies Rennen, weshalb man die beiden Unfälle nicht überbetonen sollte. In Baku hat er eine neue Möglichkeit, sich zu beweisen.»

Monaco-GP, Monte Carlo

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:38:56,820 h
02. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 9,114 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 22,117
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 23,963
05. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 51,115
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 54,045
07. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:06,361 min
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde
14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
15. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
16. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden
Out
Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Antriebswelle gebrochen *
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Radmutter
* nicht zum Rennen gestartet

WM-Stand nach 5 von 23 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 105 Punkte
2. Hamilton 101
3. Norris 56
4. Bottas 47
5. Pérez 44
6. Leclerc 40
7. Sainz 38
8. Ricciardo 24
9. Gasly 16
10. Ocon 12
11. Vettel 10
12. Stroll 9
13. Alonso 5
14. Tsunoda 2
15. Giovinazzi 1
16. Räikkönen 0
17. Russell 0
18. Latifi 0
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Konstrukteure
1. Red Bull Racing 149
2. Mercedes 148
3. McLaren 80
4. Ferrari 78
5. Aston Martin 19
6. AlphaTauri 18
7. Alpine 17
8. Alfa Romeo 1
9. Williams 0
10. Haas 0


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