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Baku-Sieger Sergio Pérez: «Druck von Hamilton enorm»

Sergio Pérez (31) hat mit dem ersten Podestplatz für Red Bull Racing auch gleich einen Sieg eingefahren. Der Mexikaner festigt seinen Ruf als Baku-Spezialist und behielt gegen Lewis Hamilton kühlen Kopf.

Formel 1

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So eng liegen Lachen und Weinen nur in der Formel 1 zusammen: Fassungslosigkeit bei Red Bull Racing-Honda über den Reifenschaden und den Ausfall von WM-Leader Max Verstappen, dann ungläubiges Staunen über den Sieg von Sergio Pérez.

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Der Mexikaner festigt seinen Ruf als Spezialist für den schnellen Strassenkurs an der kaspischen See: Pérez war bei der GP-Premiere in Baku 2016 Dritter geworden, damals für Force India, zwei Jahre später errang er das gleiche Ergebnis. Sein elfter Podestplatz in der Königsklasse ist sein erster für Red Bull Racing-Honda, und dies nach schwierigem Saisonbeginn gleich mit einem Sieg.

Sergio bedauert nur eines: "Wir hätten hier einen Doppelsieg herausfahren müssen. Natürlich freue ich mich über den GP-Triumph, aber es tut mir sehr leid für Max Verstappen. Das war grausames Pech. Eigentlich hätte er gewinnen müssen."

Es ist der zweite GP-Sieg von Pérez nach Sakhir 2020 (damals in Diensten von Racing Point, dem heutigen Aston Martin-Rennstall). In der Fahrer-WM hat sich der verlässliche Mittelamerikaner mit 69 Punkten auf Tabellenrang 3 vorgeschoben, drei Punkte vor McLaren-Fahrer Lando Norris.

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Pérez sagt: "Endlich fühle ich mich im Einklang mit dem Wagen. Ich verstehe viel besser, wie ich dieses Auto fahren muss. Aber das Team hat inzwischen auch besser verstanden, was ich vom Rennwagen brauche, um mich komplett entfalten zu können. An diesem Wochenende hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich meine volle Leistung zeigen kann."

Damit hat Red Bull Racing nun genau, was zuvor mit den Verstappen-Stallgefährten Pierre Gasly und Alex Albon gefehlt hatte – einen Fahrer, der für RBR die Kastanien aus dem Feuer holen kann, wenn Team-Leader Verstappen ein Problem hat; einen Fahrer auch, der konstant üppig punktet, damit Red Bull Racing in der Markenwertung Mercedes herausfordern kann.

Zum Rennen meint Pérez: "Der Druck von Hamilton im Rennen war enorm. Aber ich fühlte mich zuversichtlich, als wir zum letzten Sprint auf diese zwei Runden gingen. Denn ich wusste, dass wir tollen Speed haben. Mein Re-Start war nicht ideal, aber ich hatte mir geschworen – das Anbremsen der ersten Kurve würde ich auf keinen Fall versemmeln! Also war ich total konzentriert, ich sah Hamilton neben mir, aber ich liess ihm keinen Raum, und schon rutschte er geradeaus."

"Wir haben seit Wochen so hart gearbeitet, endlich dürfen wir die Früchte ernten. Wir sahen in den vergangenen Wochen zwischendurch meinen alten Speed aufblitzen, aber endlich kann ich konstant gute Leistung zeigen."

"Klar war ich vor dem Restart und dem Sprint zum Schluss nervös. Das Team bat mich nach dem Unfall von Max, aus Sicherheitsgründen die Reifen nicht zu extrem aufzuwärmen. Also waren meine Walzen kälter als die Reifen der direkten Gegner. Lewis startete besser, aber als wir auf die erste Kurve zuschossen, ging mir durch den Kopf: ‘Um keinen Preis der Welt werde ich meinen Platz preisgeben!’ Schon rutschte er geradeaus. Das zeigt mir: Keiner von uns ist vor Fehlern gefeit."

Aserbaidschan-GP, Baku

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:39:40,034h

02. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1,421 sec

03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +2,865

04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,995

05. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +4,918

06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +6,604

07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +7,063

08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +7,936

09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +9,132

10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,021

11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,727

12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11,748

13. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +14,018

14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +14,615

15. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +17,789

16. Nicholas Latifi* (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +13,052

*10-sec-Stop-and-Go-Strafe in 30-Sek-Zeitstrafe umgewandelt (Boxengasse während der Gelbphase nicht genutzt)

Out

George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Getriebedefekt

Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Reifenschaden, Unfall

Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Reifenschaden, Unfall

Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Motordefekt

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WM-Stand nach 6 von 22 Rennen

01. Verstappen 105 Punkte

02. Hamilton 101

03. Pérez 69

04. Norris 66

05. Leclerc 52

06. Bottas 47

07. Sainz 42

08. Gasly 31

09. Vettel 28

10. Ricciardo 26

11. Alonso 13

12. Ocon 12

13. Stroll 9

14. Tsunoda 8

15. Räikkönen 1

16. Giovinazzi 1

17. Schumacher 0

18. Russell 0

19. Mazepin 0

20. Latifi 0

Konstrukteurs-Meisterschaft

01. Red Bull Racing 174 Punkte

02. Mercedes 148

03. Ferrari 94

04. McLaren 92

05. AlphaTauri 39

06. Aston Martin 37

07. Alpine 25

08. Alfa Romeo 2

09. Haas 0

10. Williams 0

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131

2

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

88

3

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

75

4

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

72

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

58

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

48

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

43

8

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

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