Christian Horner (Red Bull): Sein Plan gegen Mercedes

Von Mathias Brunner
Max Verstappen und Christian Horner

Max Verstappen und Christian Horner

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner über das heisse Titelduell mit Mercedes-Benz, über seine Piloten Max Verstappen und Sergio Pérez sowie über den Abgang des Aerodynamik-Chefs.

Die Formel 1 bedeutet Gewinnen und Verlieren. Red Bull Racing eroberte mit Max Verstappen in Frankreich einen grandiosen Sieg, und der Niederländer hat auch im ersten Training auf dem Red Bull Ring die Nase vorn. Gleichzeitig wird kurz nach dem ersten Training in der Steiermark bekannt – Chefaerodynamiker Dan Fellows wird RBR verlassen und Richtung Aston Martin ziehen, als neuer Technikdirektor beim Rennstall, für welchen Sebastian Vettel und Lance Stroll fahren.Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner: «Dan war Teil dieser Mannschaft seit 2006, also bei allen unseren Siegen und WM-Titeln dabei. Wir danken ihm für seine fabelhafte Arbeit bei uns und wünschen ihm für die Zukuft alles Gute. Er wird dort Technischer Direktor, und das ist natürlich für jeden Ingenieur eine sehr verlockende Aufgabe.»

«Wir wussten schon eine Weile, dass er uns verlässt. Er ist ein wichtiger Mann für uns, aber wir sind in Sachen Techniker gut aufgestellt, ganz besonders in der Aerodynamik-Abteilung, und wir planen, seinen Posten mit einem Mann aus diesen Reihen zu besetzen.»

Wo steht Red Bull Racing-Honda derzeit? Der 47jährige Horner sagt: «Wir haben faszinierende Rennen hinter uns, der Abstand zu Mercedes ist gering, und so wird es auch hier sein, so wird es meiner Meinung nach die ganze Saison über weitergehen. Die einzige Unbekannte für mich hier ist das Wetter. Da weiss noch keiner, wo die Reise hingeht. Wir konnten in Frankreich ein schönes Rennen zeigen, mit einer taktisch und strategisch makellosen Vorstellung. Und so soll es weitergehen: Um Mercedes zu schlagen, müssen wir jedes Mal unsere Leistung auf den Punkt bringen.»

«Wir haben in Frankreich gezeigt, dass wir Mercedes auch auf einer Strecke schlagen können, wo sie früher ganz stark gewesen sind. Uns ist aber klar, dass dies nur mit einer strategisch bärenstarken Leistung möglich war. Wir mussten erhebliche Risiken eingehen, um die Chance auf den Sieg zu erhalten, und am Ende hat alles funktioniert. Wir sind zu lange in diesem Geschäft, um zu erwarten, dass das jedes Mal so läuft. Das war einer der seltenen Tage, an welchem man mit dem wohl zweitschnellsten Auto den Sieg einfahren konnte. Wir sind sehr stolz auf diesen Sieg.»

«Ich will hier auch die Leistung von Sergio Pérez betonen, der auf einer anderen Strategie unterwegs war als Max und dank einer ganz starken Leistung Rang 3 einfahren konnte. Das waren wichtige Punkte für die Konstrukteurs-Meisterschaft. Genau so soll Pérez weitermachen.»

Ist mit dem Mexikaner schon über die Saison 2022 gesprochen worden? Christian Horner: «Noch nicht, aber das werden wir bald tun.»

«Was den Red Bull Ring angeht, so sehe ich uns nicht automatisch als Favoriten, selbst wenn wir in den letzten Jahren auf dieser Strecke stark waren. Ich sehe Mercedes absolut auf Augenhöhe. Und wir müssen dieses Mal nicht nur in Sachen Leistung alles richtig machen, wir müssen auch Flexibilität zeigen, sollte das Wetter einige Kapriolen machen. Ein Spaziergang wird das nicht.»

1. Training, Spielberg

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:05,910 min
02. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:06,166
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:06,332
04. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:06,386
05. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:06,397
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:06,519
07. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:06,551
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:06,584
09. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:06,614
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:06,629
11. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:06,630
12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:06,669
13. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:06,696
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:06,708
15. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:06,848
16. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:06,861
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:07,180
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:07,473
19. Robert Kubica (PL), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:07,823
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:08,081

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