Damon Hill über Lewis Hamilton: «Ein Phänomen»

Von Mathias Brunner
Lewis Hamilton und Damon Hill

Lewis Hamilton und Damon Hill

Der Engländer Damon Hill (61), 1996 mit Williams Formel-1-Weltmeister geworden, ist von Lewis Hamilton tief beeindruckt. Hill sagt, wieso er den siebenfachen Champion Hamilton für ein Phänomen hält.

Lewis Hamilton hat eines seiner Saisonziele erreicht: In Russland hat er den 100. GP-Sieg seiner grandiosen Karriere erkämpft. Der erfolgreichste Formel-1-Fahrer hat auch bei seinem Landsmann Damon Hill tiefen Eindruck hinterlassen. Der 61-jährige Hill, selber 22-facher GP-Sieger, ist voll des Lobes über Lewis Hamilton. Und besonders eine Charaktereigenschaft ringt Hill viel Respekt ab.

Der heute für die britischen Sky arbeitende Damon Hill erinnert an das verpatzte Qualifying von Hamilton in Sotschi (Russland), als der Mercedes-Star zuerst in der Boxengasse geradeaus in eine Mauer rutschte und sich dann einen Dreher leistete. Im Podcast F1 Nation sagt Hill: «Lewis ist einer, der sein Herz auf der Zunge trägt. Ich habe von ihm ein Foto gemacht, als er nach der Quali von Russland zurück zur Box kam. Was dann folgte, stelle ich mir aufgrund des Bildes so vor – er setzte sich in seinen Ruheraum, in aller Verdriesslichkeit, peinlich berührt über seinen Patzer.»

«Aber Lewis gehört zu jenen Menschen, die sich nach einem Rückschlag aufrappeln und zu Höchstleistungen anstacheln können. Vielleicht hat ihm das Team dabei auch geholfen. Ich würde nich so weit gehen und behaupten, dass er solche Hürden braucht, um über sich hinauszuwachsen, aber er kann diese schwierigen Momente in positive Energie umsetzen.»

«Mercedes ist dabei für ihn das ideale Umfeld. Andrew Shovlin und Pete Bonnington, der leitende Ingenieur und sein Renningenieur, wie cool sie ihm Informationen zukommen lassen. Sie wissen genau, was Lewis braucht, und Lewis weiss genau, dass er sich jederzeit zu hundert Prozent auf sie verlassen kann. Und wenn einer von ihnen dann sagt, ‘Okay Lewis, wir brauchen jetzt einige besondere Runden von dir’, dann kommt in der Regel Hammer-Time – Lewis liefert exakt dies ab. Er ist ein Phänomen, ein Wort, das viel zu oft verwendet wird, aber wenn ein Fahrer 100 Grands Prix gewinnt, dann fällt mir für ihn kein angemesseneres ein.»

«Wir sprechen oft über Glück und Unglück eines Rennfahrers. Gewiss, Lewis hatte im Laufe seiner Karriere einige Male Glück, aber da war einige Male auch Pech dabei. Wenn wir uns die ganze Karriere anschauen, dann wird einfach klar – Lewis ist eine Stufe besser als die meisten seiner Gegner.»

Russland-GP, Sotschi

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:29,48,467 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +52,445 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:00,062 min
04. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:04,457
05. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +1:08,706
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:20,718
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:24,371
08. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:24,821
09. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:28,279
10. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:32,263
11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
13. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
14. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
15. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
17. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
Out
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes (Dreher)
Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari (Hydraulik)

WM-Stand nach 15 von 22 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 246,5 Punkte
2. Verstappen 244,5
3. Bottas 151
4. Norris 139
5. Pérez 120
6. Sainz 112,5
7. Leclerc 104
8. Ricciardo 95
9. Gasly 66
10. Alonso 58
11. Ocon 45
12. Vettel 35
13. Stroll 24
14. Tsunoda 18
15. Russell 16
16. Latifi 7
17. Räikkönen 6
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 397,5
2. Red Bull Racing 364,5
3. McLaren 234
4. Ferrari 216.5
5. Alpine 103
6. AlphaTauri 84
7. Aston Martin 59
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 7
10. Haas 0

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