Ferrari: Charles Leclerc happy, Carlos Sainz betrübt

Von Vanessa Georgoulas
Charles Leclerc drehte im Qualifying in Saudi-Arabien die viertschnellste Runde

Charles Leclerc drehte im Qualifying in Saudi-Arabien die viertschnellste Runde

Gemischte Gefühle bei Ferrari: Nach dem Qualifying auf dem Jeddah Corniche Circuit freute sich Charles Leclerc über den vierten Platz, während sich Carlos Sainz über einen kostspieligen Fehler ärgern durfte.

Ferrari-Renndirektor Laurent Mekies erlebte im Abschlusstraining in Saudi-Arabien ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits freute er sich über die starke Performance von Charles Leclerc, der die viertschnellste Runde drehte. Andererseits litt er mit Carlos Sainz, der wegen eines kleinen Fehlers in der zehnten Kurve eine schwierige Ausgangslage für den GP hinnehmen musste.

«Die Gefühle sind gemischt, denn wir sind zufrieden mit dem grossartigen vierten Platz von Charles, der nach dem Crash vom Freitag schrittweise sein Vertrauen zurückgefunden hat. Er zeigte bei seinem letzten Versuch eine fantastische Runde und bewies damit erneut, dass er zu den besten Fahrern im Feld gehört. Es ist aber jammerschade, dass Carlos nicht das Ergebnis einfahren konnte, das er hätte erreichen können. Ein kleiner Fehler in der zehnten Kurve war sehr kostspielig», fasste der Franzose zusammen.

«Wir werden alles daran setzen, uns bestmöglich auf das Rennen vorzubereiten und unseren Vorsprung auf McLaren in der Team-Wertung weiter zu vergrössern», fügte der Ingenieur kämpferisch an. «Das ist unser Hauptziel in diesen letzten Rennen der Saison. Auf einer Strecke wie dieser, die so wenig Fehler verzeiht, kann man alles erwarten, deshalb wird es wichtig sein, jede Chance zu nutzen.»

«Ich bin sehr zufrieden mit meinem Qualifying», jubelte Leclerc. «Ich habe von der ersten Runde im dritten Training bis zum letzten Versuch im Qualifying daran gearbeitet, mein Vertrauen zurückzugewinnen, und am Ende konnte ich das Maximum herausholen. Der vierte Platz ist ein gutes Ergebnis, mit dem wir nicht gerechnet haben», schilderte der Monegasse.

«Das Rennen wird hart, aber sicherlich auch spannend. Obwohl es ein Strassenkurs ist, kann man dank der langen Geraden besser an einem Gegner vorbeiziehen, als wir es erwartet haben. Das Renntempo war das ganze Wochenende hindurch gut, deshalb sollten wir eine Chance auf ein starkes Ergebnis haben. Ich danke dem Team für die harte Arbeit, die es nach dem Crash im zweiten Training geleistet hat. Ich werde alles geben, um ein gutes Ergebnis für meine Mannschaft einzufahren», versprach der zweifache GP-Sieger.

Sainz, der auf Platz 15 landete, seufzte hingegen: «Das Qualifying-Ergebnis ist eine bittere Pille, denn ich war davor sehr schnell unterwegs und habe mich im Auto auch wohl gefühlt. Ein einziger Ausrutscher im Q2 wurde mir zum Verhängnis. Ich hatte aggressives Übersteuern in der zehnten Kurve und obwohl ich das Auto abfangen und einen grossen Crash vermeiden konnte, wurde mein Heckflügel in Mitleidenschaft gezogen, weil ich die Mauer streifte.»

«Leider blieb keine Zeit, um den Schaden an der Heckflügel-Endplatte zu reparieren, auch wenn die Jungs in der Box ihr Bestes taten, um das Auto wieder hinzubekommen. Beim nächsten Versuch war ich im ersten Teil der Runde schnell, doch sobald der Heckflügel stärker belastet wurde, fehlte der Abtrieb und ich musste die Runde abbrechen», erklärte der 27-Jährige aus Madrid.

Qualifying, Dschidda

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:27,511 min
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:27,622
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:27,653
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:28,054
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:28,123
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:28,125
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:28,180
08. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:28,442
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:28,647
10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:28,754
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:28,668
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:28,885
13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:28,920
14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:29,054
15. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:53,652
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:29,177
17. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:29,198
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:29,368
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:29,464
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:30,473

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