Sarah Heide: Ihre IDM-Zukunft ist nicht rosig

Von Esther Babel
IDM Superbike
Sarah Heide

Sarah Heide

Die Pilotin vom Team Suzuki Laux hat ihre Verletzung aus dem Vorjahr überwunden und den persönlichen Abstand auf die Spitze deutlich verkürzt. Das Budget 2018 war schon knapp. Das für 2019 ist knapper.

Lausitzring, Assen, Hockenheimring. Auf diesen drei Strecken heimste Sarah Heide vom Team Suzuki Laux in dieser Saison ihre ersten drei IDM-Punkte ein. Auf ihrer Lieblingsstrecke, dem Sachsenring, fand auch in dieser Saison kein IDM-Lauf statt und auch für das IDM-Jahr 2019 ist kein Besuch am Austragungsort des deutschen Grand Prix geplant. Teamchef Stefan Laux lobte den Aufwärtstrend, den seine Fahrerin in Assen gezeigt hatte, in Sachen Rundenzeiten war er allerdings noch nicht ganz happy.

Damit ging es dann beim IDM-Finale auf dem Hockenheimring vorwärts. Allerdings erst nach dem Zeittraining, bei dem sie sich mit ihrer Suzuki noch nicht ganz wohl gefühlt hatte. Scheinbar hatte der nächtliche Umbau der Vorderradgabel geholfen. Denn nach einem guten Start ins erste Rennen kam Heide bereits auf Platz 17 aus der ersten Runde zurück. Nach einer etwas riskanten Reifenwahl schaute sich Heide ihre Konkurrenten erst einmal in Ruhe an, um zwei Runden vor Schluss zuzuschlagen und sich mit Platz 15 einen weiteren Punkt für ihr Meisterschaftskonto genehmigte.

Im zweiten Rennen hätte es noch besser laufen können. Die Suzuki-Pilotin fand sich nach dem Start in einer wilden Truppe im Kampf um Platz 11 wieder. Allerdings bekam sie Ärger mit einem Kollegen aus Österreich. «Alle Versuche, ihn zu überholen, schlugen fehl», so Heides Bericht. «In der letzten Runde spitzte sich die Situation zu, die zwei vor mir beharkten sich in Turn 2 und mussten weit gehen. Das nutzte ich, um in die Lücke zu stechen mit der Aussicht auf Platz 12. Beim Kampf zurück auf die Ideallinie wurde ich leider von meinem österreichischen Widersacher abgeschossen.»

Das Rennen war zu Ende. Statt drei IDM-Punkten wurde es beim letzten Rennen des Jahres ein Nuller. Das Team war dennoch zufrieden. Heide hatte den Abstand zu den Rundenzeiten der Spitzenpiloten auf unter zwei Sekunden gedrückt. Ein versöhnlicher Abschluss. Nicht so versöhnlich sieht es um die Zukunft von Sarah Heide aus. «Auf Grund der gestiegenen Kosten und der Tatsache, dass einige Sponsoren abgesprungen sind bzw. die Unterstützung reduziert haben», klärt Laux auf, «waren dieses Jahr schon Klimmzüge notwendig. Somit steht die Saison 2019 noch in den Sternen. Leider sieht es nicht so rosig aus und das ist schade, da Sarah immer besser in den Rhythmus kommt. Vielleicht findet sich noch der ein oder andere Euro.»

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